Mindset Entwickeln - Komfortzone Verlassen

Das richtige Mindset: Mehr als „Du musst nur fest daran glauben!“

Ewig währt die Suche nach der ultimativen Formel mit der man als Unternehmer sein Business erfolgreich führt. Dabei verzetteln sich viele in einer Flut von Strategien und Tools. Um als Unternehmer langfristig erfolgreich zu sein, braucht es mehr als einen guten Businessplan und einen finanziellen Background.  Erfolgreich sein, heißt seine Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen und Ihr Mindset, also ihr Denken, entsprechend entwickeln.

Runzeln Sie schon die Stirn mit Gedanken, wie „Mindset – bloß nicht dieses rosarote Glaubenssatz Gerede“?

Dann schenken Sie mir einen Vertrauensvorschuss. Das Mindset ist mehr als „Du musst nur fest daran glauben!“ Lassen Sie mich erklären was dahinter steckt und warum es für Sie und Ihr Unternehmen die entscheidende Basis ist.

Mindset – was ist das?

Ihre Vorstellung von einem erfolgreichen Business, Ihre Gedanken zu guten Projekten und Beziehungen sowie Ihr Bild von dem „was richtig ist“, dass können Sie als Ihr Mindset betrachten.

Das Bild, welches Sie von der Welt da draußen haben hat sich von Kindheitstagen an geprägt. Am Anfang sind es die Eltern die Sie mit ihren Erfahrungen und Erziehungsabsichten schützen wollten. Irgendwann beginnen Sie dann allein Ihre Erfahrungen in die Kategorien „Will ich noch mehr davon.“ , “ Ist ganz okay.“ oder “ Tut weh, möchte ich nicht mehr“ einzuordnen.

Es ist für sie völlig normal Ihren Alltag und Ihr Business durch diese Brille zu sehen. Dabei stellt sich mir nicht die Frage, ob ein Mindset richtig oder falsch ist, sondern ob es mich oder in diesem Fall Sie weiterbringt.

Bezogen auf Ihr Business bedeutet es auch, dass Sie eine Vorstellung haben sollten, wie Sie Ihr Unternehmen sein soll, wie Ihr Alltag aussehen soll, mit wem Sie wie arbeiten wollen und und und.

Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass Erfolg nicht geradlinig ist. Es wird Höhen und Tiefen geben, es wird harte Arbeit bedeuten und Sie werden Rückenstärkung brauchen. Ohne die  feste Überzeugung, dass Ihre Idee zünden wird und das Bewusstsein für Ihre Fähigkeiten, wird das ein harter Kampf. Ihre Vision ist Ihr Leuchtturm, der Ihnen im größten Nebel den Weg weisen wird.

Dabei ist Unternehmerfreiheit zu erreichen und tatsächlich zu leben oft die größte Hürde. Sie müssen aus dem Angestelltendenken herauskommen und den Traum vom schnellen Reichtum vergessen.

 

„Verlasse deine Komfortzone!“

Es spukt nur so von Aufrufen, die Komfortzone verlassen zu müssen.

Die Komfortzone ist im Grunde Ihr gewohntes Denken und Handeln. Sie ist bequem, aber keineswegs negativ. Hier fühlen Sie sich sicher. Sie wissen was Sie wie tun oder  lassen können.

Wann ist es sinnvoll die Komfortzone zu verlassen?

Angenommen, Sie wollen besser präsentieren. Ihre Fähigkeiten weiterentwickeln, vor Menschen zu sprechen, um Ihre Leistungen griffiger und persönlicher darzustellen. Ihre Erinnerung an die vergangenen Vorträge sind negativ behaftet: Nervös haben Sie bisher Ihre Inhalte vor dem Publikum gestammelt. Sie sind aus dem Konzept gekommen und konnten nur zögerlich auf Rückfragen reagieren. Diese Blöße wollten Sie sich nicht mehr geben.

Sie kommen jedoch wiederholt in eine Vortragssituation. Also soll sich das jetzt ändern.

Dazu betreten Sie neues Land; ungewohntes Terrain. Dort kennen Sie sich kaum aus. Sie haben noch keine Routine. Präsentationsfolien zu erstellen ist für Sie keine Hürde. Ihre Leistung können Sie eigentlich im Schlaf beschreiben. Vor einem Publikum sprechen? Dabei gerät Ihre bisherige Überzeugung, Ihr Bild von sich selbst, ins Wanken. Das kann ganz schön unbequem sein.

Stellen Sie Ihr Weltbild in Frage

Tönt Ihre innere Stimme jetzt: „Mein Weltbild in Frage stellen?“ – Warum das denn?“

Dann haben Sie eine gute Ausgangsposition. Nehmen Sie nicht alles hin, sondern werfen Sie einen kritischen Blick darauf.

Ich bin sicher, dass Ihr innerer Kritiker in vielen Dingen einen Laut von sich gibt:

  • Jemand gibt eine Theorie zum Besten, die gar nicht zu Ihrer Überzeugung passt.
  • Ein Anderer wirft eine Idee in den Raum, die Ihnen völlig unlogisch erscheint.
  • Ein Kollege schildert eine Situation, die Sie ganz anders wahrgenommen haben.

So weit so gut.

Wann haben Sie Ihr Mindset das letzte mal kritisch beleuchtet?

Die eigene Überzeugung auf den Kopf zu stellen, das schafft erst einmal Verwirrung. Es wird jedoch kann auf den zweiten Blick einen dicken Knoten lösen.

Genau hier bewegen Sie sich in Ihrer Komfortzone. Ihre Komfortzone ermöglicht es Ihnen täglich ohne großes Grübeln zu agieren. Sie spulen Ihr typisches Verhalten ab und bewerten und sortieren wild drauflos ohne viel Kraft zu vergeuden. Hier haben Sie es sich gemütlich gemacht und leben so dahin.

Das ist grundsätzlich gut so. Die Komfortzone schützt Sie vor Schmerz und anderen Fehlentscheidungen. Sie sorgt dafür, dass Sie sich geborgen fühlen. Diese gedankliche Komfortzone spiegelt Ihre Überzeugung.

Blockiert Sie Ihr Mindset?

Komfort heißt auch bequem.  Wenn Sie diese Bequemlichkeit daran hindert voran zu kommen, dann sind wir uns wohl einig, dass Ihr Mindset in diesem Fall nicht zielführend ist. Es ist wie ein Seil an Ihrem Bein, wie ein Magnet, und hält Sie auf.

Mit Bequemlichkeit meine nicht faul oder demotiviert zu sein, sondern die eigene (begrenzende) Überzeugung ungefragt hinzunehmen.

  • Sie fahren täglich den gleichen Weg zur Arbeit, weil dies damals der einfachste Weg war?
  • Sie nutzen das gleiche Planungstool für Ihre Projekte, weil Sie das früher mal so gelernt haben?
  • Sie wagen sich nicht an ein anderes Geschäftsmodell heran, weil jemand mal gesagt hat, das Business so nicht funktioniert?
  • Sie sind der Überzeugung, das Vorträge nichts für Sie sind, weil Sie früher schon nicht gut darin waren?

Weil Sie es schon immer so gemacht haben, heißt nicht, dass es richtig ist.

Selbst, wenn Ihre Überzeugungen früher richtig bzw. nützlich waren, muss das heute nicht mehr so sein. Lassen Sie mich das an einer kleinen Geschichte erläutern:

Der kleine Zirkuselefant

In einem Wanderzirkus kommt ein Elefantenbaby zur Welt. Niemand im Zirkus hat Zeit sich ständig um das Tier zu kümmern und aufzupassen, dass es nicht fortläuft. Deshalb macht der Wärter das, was er in solchen Situationen schon immer gemacht hat – er rammt einen Pflock in die Erde, bindet ein Seil daran fest, befestigt das andere Ende des Seiles am Hinterbein des Tieres und gibt ihm auf diese Art und Weise einen eingeschränkten Bewegungsfreiraum, während er gleichzeitig verhindert, dass das Tier fortläuft.

Der kleine Elefant beginnt nun, das Terrain zu sondieren und erobert seine neue Welt, indem er in alle Himmelsrichtungen so weit geht, wie es das Seil zulässt. Auf diese Art und Weise entsteht ein runder, durch die Länge des Seiles vorgegebener Kreis.

Nach einer Weile hat unser kleiner Elefant alles entdeckt, was es innerhalb dieses Kreises zu entdecken gibt. Er macht die Erfahrung, dass es ihm hier gut geht und jeder Versuch, den Kreis zu verlassen schmerzhaft ist, da das Seil an seinem Bein zerrt. Er beschränkt sich also auf „seine Reich“, in dem er sich gut auskennt und dessen Grenze bald durch einen fest getretenen Kreis gekennzeichnet ist.

Nun geht die Zeit ins Land und unser kleiner Elefant wird größer und kräftiger. Irgendwann könnte er den Pflock mühelos aus der Erde ziehen, doch in der Zwischenzeit ist etwas geschehen – der Elefant hat „gelernt“. Er hat gelernt, dass es keinen Sinn macht, an diesem Pflock zu ziehen, dass der Versuch „seinen“ Kreis zu verlassen, schmerzhaft ist. Er richtet sich in seiner Komfortzone behaglich ein und die Welt „da draußen“ scheint für ihn nicht mehr erreichbar.

Wie groß ist Ihre Komfortzone?

Nicht alles was einmal nützlich war, ist es auch heute noch. Prüfen Sie, welche Überzeugung noch immer hilfreich ist und welche Sie eher ausbremst.

Glauben Sie nicht alles was Sie denken!

Wo sind Ihrer Grenzen? Sind sind diese Grenzen wirklich unüberwindbar?

Ihre Grenzen existieren, weil Sie daran glauben.

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