Konzentriert Arbeiten: Wie Sie Die Stille Stunde Einrichten Und Zeit Sparen

Konzentriert arbeiten: Warum die Stille Stunde hilft

Das Telefon klingelt, die Mails ploppen auf und die Social Media Kanäle tickern. Verfügbarkeit in allen Ehren, doch mit diesen Ablenkungen kriechen Sie ins Ziel. Wenn Sie konzentriert arbeiten wollen, dann helfen sich selbst: Bleiben Sie bei der Sache. Richten Sie sich eine stille Stunde ein. Das spart Zeit und entspannt.

Unterbrechungen kosten Zeit und Nerven

Nur nichts verpassen und immer schön verfügbar sein. Sorry das wird nichts.

Ich selbst erwische mich dabei, dass ich an einer Aufgabe sitze und nur mal eben schnell die Mail lese. Dann piebt es und schon hänge ich in meinen Onlinekursen und beantworte fleißig die Fragen der Teilnehmer. Gehört sich doch so: Der Kunde möchte was also antworte ich. Blödsinn.
Das ist eine fieße Angewohnheit die Zeit kostet und meine Nerven strapaziert. Dann will ich zurück zu meiner eigentlichen Aufgabe und muss ich mich erstmal neu sortieren: Die Fenster auf dem Laptop werden neu geordnet, und meine Gedanken versuchen sich zu sammeln. Klasse! Wenn es gut läuft, dann sind nur 30 Minuten dahin.
Gerade das Arbeiten im Internet verleitet dazu umherzuklicken. Habe ich einen Kundentermin dann würde ich nie auf die Idee kommen, nebenbei eine Mail zu lesen.

Einen Kunden von mir haben die ständigen Unterbrechungen völlig kirre gemacht. Abends war er entnervt und tagsüber unruhig. Unbewusst wartete er auf die nächste Störung. Das führte dazu, dass er sich gar nicht erst richtig auf die eigentliche Aufgabe eingelassen hat. Erst nach einer Testphase der stillen Stunde merkte er, dass er entspannter wurde und zudem Aufgaben schneller erledigen konnte.

Schneller ans Ziel mit der stillen Stunde

Ablenkungen führen dazu, dass Sie sich immer wieder neu sortieren und sich in die Aufgabe neu eindenken müssen. Dann sind Fehler vorprogrammiert. Das kostet wertvolle Zeit für die Korrekturschleifen und geht ganz schön auf die Nerven. In einer Studie bei Managern hat sich gezeigt, dass die Arbeit die sie in dieser stillen Stunde erledigten qualitativ hochwertiger war.*

Was schaffen Sie alles, wenn Sie nur 30 Minuten pro Tag konzentriert arbeiten würden?

Nutzen Sie dafür die stille Stunde. Sie richten Sie sich Ihren Arbeitsplatz so ein, dass Sie ungestört sind. – Wer hätte es gedacht! 🙂 Mit der stillen Stunde reduzieren Sie deutlich die Ablenkungen. Gleichzeitig können Sie an Aufgaben und Projekten arbeiten, für die sie besondere konzentriert oder kreativ sein müssen. Das können Texte sein, Konzepte oder der ultimative Plan für den Durchbruch.

 

Indem Sie sich von der Außenwelt abnabeln, fokussieren Sie sich voll und ganz auf das was jetzt gerade wichtig ist.

 

Stille Stunde einrichten – so geht‘s

 

1. Befreien Sie sich von allem, was Sie ablenken könnte

  • Schalten Sie Ihr Handy in den Flugmodus
  • Schließen Sie das Mailpostfach
  • Sorgen Sie dafür, dass die Social Media Kanäle weder piepen noch blinken
  • Schließen Sie die Tür zu Ihrem Büro

2. Planen Sie Ihre Stille Stunde


Die unterbrechungsfreie Zone ergibt sich nicht von allein. Planen Sie dieses Zeitfenster fest ein. Reservieren Sie einen Terminblock. Das kann morgens sein, wenn Ihr Leistungslevel hier ohnehin hoch ist oder am Nachmittag. Es muss auch nicht gleich eine Stunde sein. Starten Sie mit 30 Minuten.
Zu Beginn kann das ungewohnt sein. Doch glauben Sie mir: Schnell wollen Sie diese Zeit nicht mehr missen!

 

3. Kommunizieren Sie die Stille Stunde

Eine Kundin war permanent für ihre Mitarbeiter da. Wenn nicht gerade das Telefon klingelte, dann stand jemand in der Tür. Ihre Projekte wurden zäh wie Kaugummi und ein leerer Posteingang schien reine Illusion zu sein. Sie hat es durchgezogen, wenn auch erst skeptisch:„Das geht nicht. Das klappt nie.“ Sie informierte ihre Mitarbeiter und Kollegen über die unterbrechungsfreie Zeit. Ein Schild an der Bürotür und ein blockierter Slot im Kalender machten es möglich. Nach ein paar Wochen hatten sich alle daran gewöhnt. Sie konnte entspannt an ihren Projekten arbeiten.

Tun Sie das auch. Kommunizieren Sie es selbst dann, wenn Sie nicht direkt mit Kollegen oder Mitarbeitern zusammenarbeiten. Damit helfen Sie sich, den reservierten Block im Kalender einzuhalten.
Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten ganz neugierig reagieren. „Wie? Das machst du?“ „Das hilft?“ Anstatt zu meckern, ergibt sich dann die Gelegenheit über nützlich Dinge zu sprechen.

Damit der Plan aufgeht müssen natürlich Sie am Ball bleiben.
Disziplin ist gefragt. Geben Sie sich eine Testphase.

Einmal verankert, werden Sie merken, dass Sie in kurzer Zeit mehr Aufgaben erledigen als gedacht. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber die Aufgaben von der Liste zu streichen, dass motiviert und macht mich zufrieden.

Also ran an den Speck!

 

 

 

*Quelle der erwähnten Studie: König, Cornelius J., Kleinmann, Martin & Höhmann, Wilfried (in press). A field test of the quiet hour as a time management technique. European Review of Applied Psychology.

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