Leistungskurve Nutzen Produktiv Arbeiten

Nutzen Sie Ihre Leistungskurve und Sie arbeiten produktiver

Ihre Leistungskurve schwankt über den Tag, dass ist ganz natürlich. Nutzen Sie diese Leistungskurve für Ihre Planung, dann fällt es Ihnen leicht, sich zu konzentrieren. Wie Sie Ihren Aufgabenberg schneller schrumpfen lassen und die richtigen Aufgaben zur richtigen Tageszeit bearbeiten, dass wissen Sie gleich.

Eine Zusammenfassung bekommen Sie in diesem Video aus der Webinar Sommer Lounge 2016:

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder doch nicht?

 

Wann Sie zur Höchstform auflaufen, dass bestimmt auch Ihr innerer Rhythmus.

Sie haben sicher schon von den Chronotypen Eule und Lerche gehört.
Sind Sie der Typ Eule, dann ist Ihr innerer Tag länger. Abends bis nachts können Sie wunderbar arbeiten. Als Lerche ist Ihr innerer Tag kürzer. Heißt, Sie sind früher fertig mit der Erholung und springen 5:00 Uhr putz munter aus dem Federn. Dann gibt es noch die „Normaltypen“, die zur Mehrheit gehören.

Jetzt müssen Sie sich nicht zwanghaft einem Typ zu ordnen. Viel interessanter ist, dass Sie überhaupt wahrnehmen wie Ihre innere Uhr tickt.

Ein Tipp am Rand: Je heller Ihr Arbeitsplatz ist, desto wacher sind Sie. Die natürliche Sonnenstrahlung hat etwa 300 000 Lux, der bedeckte Himmel 8000 Lux. Ein künstlich beleuchtetes Büro liegt im Schnitt bei 500 -1000 Lux. Kurzfristig ist das kein Problem, aber dauerhaft muss sich Ihre innere Uhr stetig neu justieren. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Büro gut beleuchtet ist.

 

Die eigene Leistungskurve kennen

 

Leistung bringen Sie nur, wenn Sie Energie haben. So viel ist klar. Die geistige Frische ist Ihre Basis, um produktiv zu arbeiten. Diese verläuft in Kurven.
Jeder hat täglich seinen Hoch- und einen Tiefpunkt. Wie bei vielen Menschen, wird Ihr Leistungshöhepunkt am Vormittag sein. Dann erleben Sie mittags das bekannte Tief und am Nachmittag drehen Sie nochmal auf. Ab dann sinkt Ihre Kurve weiter. Diese Zeitspannen sind lang. Werden Sie konkret: Wann genau ist Ihr Hochpunkt; wann ist Ihr Leistungstief ?

Ich kann wunderbar 6:00 Uhr morgens arbeiten. Über die Jahre habe ich festgestellt, dass ich zwischen 10:00 und 11:00 Uhr nicht so fit bin. Nachmittags, gegen 15:30 Uhr habe ich wieder ein Tief und ab 18:00 Uhr bekomme ich nochmal richtig Schwung.

 

Das Leistungshoch richtig nutzen

 

Wenn ich mich morgens fit und frisch ausgeruht an meine Emails setze, dann ist das Perlen vor die Säue. Meine Energie geht für das stupide Abarbeiten der Emails drauf. Cleverer ist es doch, diese für Aufgaben zu nutzen, in denen ich konzentriert sein muss (A-Aufgaben). Dann arbeite ich zum Beispiel an strategischen Planungen oder entwickle Konzepte.
Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Nur weil ich zwischen 10:00 und 11:00 Uhr geistig nicht zur Höchstform auflaufe, bin ich nicht im Tiefschlaf. 🙂 Den Vormittag nutze ich außerdem dringliche und wichtige Aufgaben, wie Telefonate, Videoaufnahmen oder auch Artikel schreiben.

 

Das Mittagstief überwinden

Die Mittagszeit ist Routinezeit. Ich beantworte den größten Schwung meiner Emails oder kümmere mich um organisatorische Dinge. Ohnehin raubt das Verdauungssystem hier einen großen Teil der Energie. Daher auch das Mittagstief. Also beanspruche ich meinen Körper nicht unnötig und lass ihn tun, was er zu tun hat. Dabei unterstütze ich meinen Körper und gönne mir ein Powernapping. Probieren Sie es aus. Ja, das kann zu Anfang ungewohnt sein, doch es wirkt Wunder. Nach maximal 20 Minuten Auszeit (länger sollte es nicht sein) fühlen Sie sich erholt und Ihr Kopf ist wieder frisch. Die Ausrede „Ich kann das nicht“ – zählt nicht. Es ist Übungssache.
Ich hatte einen Kunden, der scheute sich das Powernapping zu nutzen, weil seine Kollegen komisch gucken könnten. Mittlerweile stellt er regelmäßig die Lehne seines Schreibtischstuhls zurück, legt die Füße auf den Rollcontainer und ist für ein paar Minuten weg. Seine Kollegen haben sich daran gewöhnt und einige machen es ihm sogar nach. (Mehr zum Powernapping erfahren Sie hier.)

 

B-Aufgaben in den Nachmittag legen

 

Den Nachmittag widme ich in der Regel Aufgaben die laufende Projekte betreffen: Recherche, Grobentwürfe, Vorbereitungen von Präsentationen etc. Da meine Kurve gegen 15:30 Uhr in den Keller fällt nehme ich mir hier eine Pause; es sei denn ich gebe ein Training, aber da gibt es ja auch Kaffeepausen. 🙂 Den Schub am Abend nutze ich für einen Motivationkick. Die ToDo-Liste streiche ich freudig ab oder kontrolliere in meiner App, ob ich alles als erledigt markiert habe. Hin und weder gehe ich dann nochmal in die Vollen. Aber das liegt an meinem Rhythmus.

 

Dem Kopf regelmäßig Pausen gönnen

 

Sie haben sicher schon von dem 90 Minuten Rhythmus gehört. Für 70 Minuten fällt es Ihrem Gehirn leicht, die Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe zu lenken und daran konzentriert zu arbeiten. (Meinem im Übrigen auch :)) Danach sinkt die Aufmerksamkeitsspanne und die Energiereserven müssen wieder aufgefüllt werden.
Der Knackpunkt: Ich kenne niemanden, der alle 70 Minuten 20 Minuten Pause macht. Für Sie als Selbstständiger könnte es funktionieren. Für Angestellte ist es kaum vorstellbar.
Jetzt lassen wir Wissenschaft mal Wissenschaft sein:

Wie oft am Tag legen Sie eine Pause ein? Oder übergehen Sie diese Regenerationszeit mit Kaffee, weil scheinbar alles andere wichtiger ist?

 

Pausen müssen nicht lang sein, sondern erholsam!

 

Oft quälen sich Kunden mit dem schlechten Gewissen, dass Sie durch Pausen wertvolle Zeit verlieren.
Sehen Sie Pausen auch noch als Zeitverschwendung?
Oft ist das Gegenteil der Fall: Je weniger Pausen Sie einlegen, desto weiter sinkt Ihre Fähigkeit Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Es schleichen sich Fehler ein, Sie werden langsamer usw. Sie können Ihren Körper nicht überlisten.

Pausen einlegen ist wie zur Tankstelle fahren. Blinkt das gelbe Lämpchen auf, dann fahren Sie automatisch zur Zapfsäule. Gönnen Sie sich das auch. Wenige Minuten Pause genügen oft schon. Es ist sinnlos, sich der Illusion hinzugeben, dass Sie ohne Energie mit Vollgas unterwegs sein können. Der Trick ist: Finden Sie heraus, wann Ihr gelbes Lämpchen aufblinkt. Woran merken Sie, dass Sie es Zeit ist eine Pause einzulegen.

 

Arbeiten Sie nicht gegen Ihren Körper, sondern mit ihm. Nutzen Sie Ihre natürliche Leistungskurve so bleiben Sie im Rhythmus und setzen Ihre Energie zielgerichtet ein.
Sie merken schnell, dass Sie produktiver sind und sich auf das Wesentliche konzentrieren können.
Verraten Sie mir Ihre Tipps:
Eule oder Lerche: Wie verläuft Sie Ihre Leistungskurve?
Wie gestalten Sie Ihre Pausen?

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