Probleme Lösen

Wenn die Technik Sie zur Verzweiflung bringt: 3 Möglichkeiten zur Lösung

Vor dem Feierabend wollen Sie nur noch schnell ein paar Emails beantworten. Plötzlich mosert das Programm: unerwartete Passwortabfrage, senden nicht möglich…
Wo ist das Passwort? Warum kann ich nicht senden?

Oder Sie sind dabei, einen Tag vor einem wichtigen Termin, eine Präsentation fertig zustellen.

Der Text steht, die Formulierungen sind gut – inhaltlich stimmt soweit alles. Jetzt soll das Ganze noch nett aussehen. Ein – zwei – fix und alles ist angepasst. Oder doch nicht?

Ihr Bearbeitungsprogramm hat plötzlich einen eigenen Willen entwickelt. Scheinbar ist es schon im Feierabend. Ihre gewohnten Handgriffe bringen heute nicht das gewünschte Ergebnis. Die Tabelle will nicht dahin wo sie hin soll, das Format zerschießt sich immer wieder. Die Grafik entwickelt auch eine eigene Dynamik. Hier findet gerade ein Machtkampf zwischen Ihnen und Ihrem PC statt. Für einen kurzen Augenblick kommen Sie auf die Idee, dass jemand die „versteckte Kamera“ engagiert hat.

Nicht mit mir, denken Sie!

Kurz nachgedacht und ein paar Tricks aus dem Hut gezaubert. – Ohne Erfolg. Okay einen Versuch war es wert. 
Doch Sie sind deutlich angespannt. Die Zeit drängt. Sie müssen die Präsentation in einer Stunde fertig haben. Aber da gibt es noch die große Suchmaschine, die weiß meistens Rat. Gesagt, getan: Das gibt es doch nicht: Die Verbindung ist plötzlich so unglaublich langsam. Was ist denn heute nur los? 
Ungeduldig tibbeln Sie mit Ihren Fingern auf Ihren Schreibtisch. JETZT, brauchen Sie eine Lösung und bitte schnell! Genervt, probieren Sie aus, was die Maschine auswirft. Versuch 1, 2 und 3. Nix da – noch keine Lösung Sicht.

Schwer atmend greifen Sie zu Ihrem Telefon: Telefonjoker! – nicht erreichbar.

Ahhhhhhh! 

STOPP! – Standbild

Ausatmen! Wenn Sie jetzt denken: „Frau Lambrecht, kommen Sie mir jetzt nicht mit einer Atemübung.“, dann kennen Sie ähnliche Situationen. Sie können Sie Anspannung und den Stress in diesem Moment nachempfinden.  Und nein, ich komme Ihnen jetzt nicht mit einer – „Aaalles wird gut, bleeeiben Sie gaanz ruhig.“ – Übung. (Nicht so.)

Ich verrate Ihnen jetzt 3 Möglichkeiten wie Sie sich mit klarem Kopf aus dem Dilemma manövrieren und das Problem lösen.

Kreisen Sie um das Problem oder denken Sie in Lösungen?

Diese Art von Problemen sind ein schönes Beispiel für die Reaktion unter Stress und Druck. Können Sie sich an die Ungeduld, Ihre Anspannung, ja vielleicht sogar an die flache Atmung erinnern? In diesem Moment sind Sie nur auf Kampf oder Flucht gepolt. Da ist kein Raum für kreatives Denken. Das Problem bedroht Sie und da wollen Sie raus. Um jeden Preis. Das schaukelt sich auf, je mehr Sie sich reinsteigern.

Mit nicht funktionierender Technik erlebe ich selbst meine stressigen Momente. Ich gebe zu, dass ich auf der Suche nach einer Lösung, damit die Technik macht was ich möchte, schon mal etwas ungeduldig werde. Es soll Leute geben, die meinen es sind reine Anwenderfehler – was zu beweisen wäre 🙂

Fakt ist: Problemdenken hilft hier nicht weiter. Was bringt es uns, wenn wir uns in solche Situation reinsteigern? Nix! Jedenfalls keine Lösung. Stattdessen lähmen wir uns.
Sie haben keinen klaren Kopf und werden „handlungsunfähig“. Das geschieht oft unbewusst. Wenn Sie eine Lösung haben wollen, dann ist es sinnvoll etwas anderes auszuprobieren.

Sie haben immer, ja in wirklich jeder Situation, 3 Optionen:

Love it, change it or leave it

Betrachten wir noch einmal das Beispiel vom Anfang:

Wie können Sie das Problem lösen?

Sie können natürlich Ihren Kopf auf den Schreibtisch knallen, sich in der Tischkante festbeißen, das Büro verlassen und einfach losschreien oder sich in Ihrer Nähe einen Schuldigen suchen. – Hm.. Für einen kurzen Augenblick kann das befreien, aber eine Lösung haben Sie dann immer noch nicht.

Damit Sie wieder einen klaren Gedanken fassen nehmen Sie Abstand von der Situation.

  • Stehen Sie kurz auf, gehen Sie ans Fenster oder laufen Sie ein paar Meter auf und ab. (20 Liegestütze helfen mir auch ganz gut.)
  • Und jetzt kommt es: Nehmen Sie bewusst 3 tiefe Atemzüge. (Probieren Sie es aus!) Damit legen Sie den Schalter auf einen entspannten Modus um.
  • Haben Sie einen anderen Sitzplatz außer Ihren Schreibtischstuhl? – Setzten Sie sich dort hin. Eine andere Perspektive bringt Ihren Denkparat in Gang.

Jetzt über legen Sie sich:

  1. Nehmen Sie die Situationen wie Sie ist und lernen Sie daraus: Welches ist der positive Effekt? Ist die Situation wirklich so schlimm oder bewerten Sie diese so?
    Zum Beispiel: Sie können gerade nichts ändern. Es ist wie es ist. Nehmen Sie das Positive aus der Situation mit.
    Sie wissen jetzt worin Sie sich noch weiterbilden dürfen – nämlich das Programm sicher zu bedienen lernen. Außerdem haben Sie Zeit gewonnen, da Sie jetzt an der Präsentation nicht weiter arbeiten können. Die Vorbereitungszeit für die eigentliche Präsentation oder den Vortrag ist knapp? Ja dann schärfen Sie sich ein, dass Sie zukünftig Ihre Zeit besser planen.
    Ist die Präsentation wirklich so unvollständig oder dramatisieren Sie das ganze durch Ihren Perfektionismus?
  2. Was können Sie ändern?  Welche Möglichkeiten haben Sie noch?
    Zum Beispiel: Können Sie ohne Präsentation zu diesem Termin gehen? Können Sie Teile daraus weglassen? Wie können Sie den Termin anders gestalten? Sprechen Sie mit einem Kollegen – Was würde er oder sie tun?
  3. Wenn Sie keine Möglichkeiten mehr sehen und 1 + 2 keinen gewünschten Erfolg bringen, dann Schluss damit. Überlegen Sie  sich wie das nächste Mal besser vorbereiten können. (Vielleicht doch die Option mit dem Anwenderfehler überdenken? :)) Schalten Sie Ihren PC aus und verschieben die den Termin. – das geht nicht? Dann versuchen Sie es mit 1. und 2.

 

Unter Leistungsdruck reagieren Sie in Ihren gewohnten Handlungsmustern. Immer wieder gleich zu reagieren und sich hinter her zu ärgern , dass ist sinnlos.
Erkennen Sie Ihre gewohnten Muster: Was denken Sie? Wie reagieren Sie? Worüber stolpern Sie immer wieder?
Um sich das bewusst zu machen, brauchen Sie einen Moment der Ruhe. Erst hier können Sie Ihre Situationen reflektieren. Es lohnt sich, denn dann sind Sie bereits seinen wichtigen Schritt gegangen, um das nächste Mal nicht entnervt und gestresst den Tag zu beenden.

Welche Situationen kennen Sie, die zum Haarraufen sind?
Welche Erfahrungen haben Sie mit dieser Strategie gemacht? Oder haben Sie eine ganz andere Idee?
Schreiben Si mir Ihre Ideen in einem Kommentar.

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