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Resilienz: Was steckt dahinter?

Beitragsserien: Resilienz

Ist Ihnen aufgefallen, dass einige Menschen leichter mit Herausforderungen umgehen als andere?
Krisen und Probleme werfen diese Menschen nicht direkt aus der Bahn.

Wie kann das sein? Was unterscheidet diese Menschen von anderen?

Diese Fähigkeit wird als Resilienz bezeichnet.

Der Begriff „Resilienz“ stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde und beschreibt die Fähigkeit des Materials, nach Druck- und Zugeinwirkung wieder in den Ausgangszustand zurückzukehren.

Resilienz (resilire lat.= zurückspringen, abprallen)  bezeichnet die Fähigkeit eines Menschen, sich trotz widriger Umstände, trotz Niederlagen, Kümmernissen und Krankheiten immer wieder zu fangen und neu aufzurichten.

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Biegen statt brechen

Selbst wenn das Thema Resilienz gerade überall zu lesen ist, jedenfalls erlebe ich das so, ist das Thema keinesfalls neu. Schon in meiner Studienzeit stand der Resilienzbegriff und die Forschungen dazu, Mittelpunkt im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung.

Der psychologische Resilienzbegriff wird von der Psychotherapeutin Rosemarie Welter – Enderlin mit „biegen statt brechen“ umschrieben. In den meisten Fällen wird der Resilienzbegriff mit „psychische Widerstandskraft, Belastungsfähigkeit oder Flexibilität“ übersetzt.

In der (Heil-)Pädagogik und Kinder-/ Jugendpsychologie wird Resilienz schon länger fokussiert. Emmy E. Werner, Entwicklungspsychologin, untersuchte ca. 700 Kinder über 40 Jahre in ihrer Kauai – Längsschnittstudie. Sie stellte fest, dass Kinder, welche unter widrigen Bedingungen aufwuchsen und dennoch einen gesunden und starken Lebensweg einschlugen, über die selben Persönlichkeitseigenschaften verfügten.

Resilienz und die Bedeutung für den Alltag

Das Thema Resilienz ist durch die wachsenden Anforderungen für die Lebens- und Arbeitswelt immer bedeutsamer. Die täglichen Anforderungen sind für viele Menschen belastend. Die psychischen Erkrankungen nehmen zu. Daher wird es für den Einzelnen immer wichtiger seine Ressourcen zu aktivieren, um stark und widerstandsfähig gegen die bestehenden Herausforderungen reagieren zu können und dabei gesund zu bleiben.

Dennoch gibt es nicht DEN resilienten Menschen. Es sind persönliche Eigenschaften und Umstände, welche die Widerstandskraft eines Menschen stärken. Grundlegend verfügt jeder Mensch über diese Fähigkeiten. Diese können gezielt gestärkt werden. Und das auch noch im Erwachsenenalter.

Welche Resilienzfaktoren stecken dahinter?

Resilienz entwickelt sich aus einer Kombination verschiedener Eigenschaften und Fähigkeiten eines Menschen. Dabei haben sich in der Forschung  von Emmy Werner 7 Resilienzfaktoren herauskristallisiert:

  1. Optimismus
  2. Akzeptanz
  3. Lösungsorientierung
  4. Opferrolle verlassen
  5. Verantwortung übernehmen
  6. Netzwerkorientierung
  7. Zukunftsplanung

Falsch verstandener Hype

Resilienz ist ein wichtiges Thema und ich stehe absolut dahinter, aber es darf weder falsch verstanden noch missbraucht werden. Dieser Hype suggeriert, dass mal eben durch 2, 3 Tage Resilienztraining alles möglich wird.
Resilienztrainings dienen nicht dazu den Einzelnen noch leistungsfähiger zu machen, damit er noch mehr schaffen und das Tempo stetig erhöhen kann. Sie werden nicht zum Superhelden oder zur Superheldin und tragen Ihr imaginäres Schutzschild, dass Sie immun macht gegen Stress, Herausforderungen oder Krisen. Das was Sie lernen ist, mit diesen Ereignissen „besser“ umzugehen.

Emmy Werner sagte: „Resilienz ist das Endprodukt eines Prozesses, der Risiken und Stress nicht eliminiert, der es den Menschen aber ermöglicht, damit effektiv umzugehen“ (Psychologie Heute 09/05)

In dem Sie Ihre persönliche Resilienz trainieren setzen Sie sich bewusst mit Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Umfeld auseinander. Dabei aktivieren Sie gezielt die eigenen Stärken und erweitern Ihre Fähigkeiten.

Resilient werden Sie nicht auf Knopfdruck: Resilienztraining ist ein Prozess, es ist Persönlichkeitsentwicklung.

Resilienz ist nicht statisch: Ob Sie resilient sind oder nicht, dass zeigt sich nicht trotz Belastungen oder krisenhaften Ereignissen, sondern erst wegen dieser Faktoren.

Was unterscheidet resiliente Menschen von anderen?

Resiliente Menschen sind nicht die besseren Menschen. Resiliente Menschen sind in der Lage sich aus eigener Kraft aus einer Krise zu lösen. Herausforderungen erleben Sie nicht als unüberwindbare Hürden, sondern als Möglichkeiten. Sie erkunden die Hintergründe und suchen gezielt nach Lösungsmöglichkeiten.

Resiliente Menschen

  • haben ein realistisches Bild von ihren Fähigkeiten
  • glauben an ihre eigenen Kompetenz, trauen sich etwas zu
  • können eine Langzeitperspektive einnehmen
  • entwickeln und verfolgen realistische Ziele
  • können für sich selbst sorgen durch Rückzug, Innehalten, Auftanken

FAZIT:

Resilienz ist eine wichtige Eigenschaft, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Sie entwickelt sich nicht über Nacht, sondern erfordert einen achtsamen Umgang mit sich und seiner Umwelt.

Es lohnt sich diesen Weg zu gehen, da Sie aus einer inneren Stärke heraus das Steuer Ihres Lebens fest und der Hand halten und bewusst agieren statt nur auf die Umstände zu reagieren.

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