Streitkultur Auf Augenhoehe Judith Torma G

Streiten macht krank: Mit einer Streitkultur auf Augenhöhe Stress abbauen

Es lohnt sich für Führungskräfte eine Streitkultur auf Augenhöhe zu etablieren und so die Mitarbeiter als Wissenspool und Rat der Weisen zusehen. Das baut Stress ab, erhöht die Motivation, schafft Verbindlichkeiten und sorgt für ein gutes Gesprächsklima.

 

Streitereien mit Kollegen enden oft damit, dass Kollegen, sich aus dem Weg gehen, nur noch Wenige im Meeting den Mund aufmachen und viele Angst haben, das Gesicht zu verlieren, wenn Sie anderer Meinung als der Mainstream sind.

Der ganz normale Streit macht viel Menschen auf Dauer krank.

Was kann eine Führungsperson der schon ausrichten?

Manger in der Sandwich-Position sind in der Lage eine ganz Menge selbst zu steuern.

 

Verwandeln Sie Streit in eine Streitkultur auf Augenhöhe

Der normale Streit zwischen Mitarbeitern ist meist nur der letzte Akt eines langen Dramas. Dieser Streit ist dann meist die Explosion, die vieles kapputt macht: Vertrauen, Zusammenarbeit, Austausch und Meinungsvielfalt.

Führungskräfte, denen die Mitarbeiter wichtig sind, stellen hier wichtige Weichen. Streit läßt sich mit 10 Gedanken in eine Streitkultur auf Augenhöhe verwandeln. Stellen Sie jetzt wichtige Weichen.

 

1. Beobachten Sie Ihre Mitarbeiter – wann treten Streitereien auf?

Meist treten dann Streiteien auf, wenn Mitarbeiter unterschiedlicher Meinung sind und die Rahmenbedingungen keine zivilisierte Auseinandersetzung erlauben.  Schauen Sie fünf Werktagen einmal genau hin. Wann kommt es zu Streitereien unter Ihren Mitarbeitern.

2. Lassen Sie sich nicht vom Streit überrennen


Sind Sie gerade mal fünf Minuten im Gebäude, die Jacke noch an und schon werden Sie überrannt und in einen Streit gezerrt. Tief Durchatmen und einen Termin vereinbaren. Jeder profitiert davon, wenn Sie voll und ganz aufnahmefähig sind. Vertagen Sie also Streitgespräche mit Mitarbeitern, wenn Sie noch nicht voll aufnahmefähig sind. Vereinbaren Sie einen Termin innerhalb der nächsten zwei Stunden, So gehen beide Seiten ruhiger und bedachter in das Gespräch.

3. Streit entsteht, wenn es keine Routine zum Austausch von Meinungen und Sichtweisen gibt.

Überlegen Sie, wann wäre Raum da, um streitlustigen Mitarbeitern routinemäßig einen Redeplatz anzubieten. Es muss nicht das wöchentliche Meeting sein. Es gibt viele Möglichkeiten. Probieren Sie aus, einen regelmäßigen Termin einzurichten, an dem Sie sich die Zeit für unterschiedliche Meinungen geben.

 

4. Mitarbeiter, die sich streiten, haben noch nicht innerlich gekündigt.
Bestätigen Sie Ihre Mitarbeiter darin, dass die Entscheidung da zu bleiben und sich für das Unternehmen einzusetzen, die richtige Entscheidung war. Nehmen Sie sich Zeit, hören Sie sich an, was Ihr Mitarbeiter zu sagen hat. Überprüfen Sie, ob sich der Vorschlag umsetzen, erweitern oder integrieren läßt.

 

5. In einer Streitkultur auf Augenhöhe finden alle Gehör.
Weisen Sie Platzhirsche darauf hin, dass sie begrenzte Redezeit haben, sorgen Sie dafür, dass auch scheue Rehe oder Dickhäuter zu Wort kommen. Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der sich jeder wohlfühlt, um seine Gedanken zu äußern. Ja das kann das klassische Teammeeting sein, aber es geht auch anders.

    1. Philosophie der offenen Tür
    2. Gespräche über den Tassenrand (gehen Sie regelmäßig in den Pausenraum oder die Teeküche)
    3. regelmäßige kurze Gespräche mit Mitarbeiter – 9 Minuten Regel – 2 Minuten  Small-Talk, Beziehungsaufbau, 5 Minuten – Sicht des Mitarbeiters sowie 2 Minuten Reaktion der Führungskraft auf den Mitarbeiter.
    4. Stehtische im Teambereich – im Stehen spricht es sich besser
    5. bieten Sie schriftliche Kommunikation an

 

6. Fordern Sie einen klaren Handlungsvorschlag von Ihren Mitarbeitern.

Einen Streit vom Zaun brechen, ist leicht. Schwieriger und lohnenswerter jedoch ist es einen klaren Handlungsvorschlag auf den Tisch zu legen. Wenn ein Mitarbeiter auf Sie zukommt und sich mächtig ins Zeug legt, um sich mit Ihnen zu streiten, so räumen Sie eine kurze Vorbereitungszeit ein. Vereinbaren Sie dann ein Gespräch innerhalb der nächsten zwei Stunden und lassen Sie sich einen Lösungsvorschlag unterbreiten. Gehen Sie darauf ein, wägen Sie ab und haken Sie nach. Treffen Sie dann eine Entscheidung. Auch ein Nein bringt Ihren Mitarbeiter in der Sache weiter.

 

7. Eine Streitkultur entwickelt sich nur im Team und lebt auch nur dort.

Ansagen vom Chef sind manchmal sehr hilfreich und in einer gelebten Streitkultur auch das erklärte Ziel. Jedoch lebt jede Kultur nur von den Menschen, die in und mit ihr leben. Beziehen Sie Ihr Team mit ein, wenn Sie eine Streitkultur mit festen Regeln und akzeptierten Traditionen aufbauen wollen. Schlagen Sie 3 Grundregeln vor, die Ihnen persönlich sehr wichtig sind. Lassen Sie Ihr Team dann gemeinsam Regeln aufstellen. Selbst aufgestellte Regeln werden besser eingehalten und die Gruppendynamik wirkt hier besonders gut.

 

8. In einer Streitkultur zählen die Worte und nicht die Fäuste.
Legen Sie Wert darauf, dass sich Ihre Mitarbeiter mit Worten und nicht mit Fäusten ins Spiel bringen. Fördern Sie klare Worte, umsetzbare Thesen, erklärende Argumente und nachvollziehbare Beweise. So gewinnen Ihre Mitarbeiter mit den eigenen Redebeiträgen Mehrheiten und sie fällen leichter Entscheidungen.

 

9. Eine Streitkultur ist eine Debattenkultur – nach den klassischen Regeln der Rhetorik

Das setzt voraus: es gibt eine Rede und Gegenrede. Es zählt nicht nur die Meinung der Führungskraft, sondern alle Mitarbeiter kommen zu Wort. Eine Debattenkultur lebt von klaren Regeln, Zeitfenstern und vor allem von geschulten Rednern. Jeder Redner achtet dabei auf eine klare Aussage, begründet seine Argumente und strebt danach Mehrheiten für seinen Lösungsvorschlag zu bringen. Zwischenrufe, Gesten der Zustimmung und Ablehnung bereichern den internen Austausch und beleben die Streitkultur auf Augenhöhe.

 

10. Eine Streitkultur auf Augenhöhe bringt Routine, Gelassenheit und verbindliche Ergebnisse.

In einer Streit- und Debattenkultur floriert die Meinungsvielfalt. Dabei streben die Mitarbeiter nicht danach Recht zu haben. Denn es können immer mehrere Mitarbeiter zur gleichen Zeit die Wahrheit sprechen und damit Recht haben. Das Maß aller Dinge: welcher Lösungsvorschlag erzielt Mehrheiten und läßt am wahrscheinlichsten im normalen Arbeitsbetrieb umsetzen. Aber einer muss die Entscheidung treffen – das ist in der klassischen Debatte der Richter. In Wirtschaftsunternehmen sind Sie das – die Führungskraft.

Mitarbeiter, die in einer Streitkultur auf Augenhöhe miteinander um tragbare Lösungen streiten, machen den Führungskräften die Entscheidung leichter.

Handlungsempfehlungen und gute Begründungen vereinfachen es Führungskräften die Vorschläge der Mitarbeiter abzuwägen und dann eine Entscheidung zu treffen.

Sie brauchen dafür zwei grundlegende Dinge: 

  1. Mitarbeiter, die in der Lage sind sich gewählt, zielorientiert und handlungsrelevant auszudrücken.
  2. Eine Atmosphäre, die es erlaubt sich miteinander auszutauschen, sich zu hören und Vorschläge zu hinterfragen.

Stellen Sie jetzt die Weichen – etablieren Sie eine Streitkultur auf Augenhöhe. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich Ihnen vom 04. April bis zum 25. April 2016. Seien Sie mein Gast im kostenlosen 21-Tage-Orientierungskurs für eine Streitkultur auf Augenhöhe.

 

Judith Torma G
Judith Torma ist die Rednermacherin. Als studierte Rhetorikerin der Uni Tübingen unterstützt sie Führungskräfte dabei eine Streitkultur auf Augenhöhe zu etablieren und mit Leben zu füllen. Das beste aus den beiden Lernwelten offline und online verbindet Sie zu einem intensiven Lernerlebnis mit Fach- und Führungskräfte gemeinsam. Die klassische Rhetorik ist dabei stete Wegbegleiterin.

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