Tatsachen Akzeptieren Lernen

7 Säulen der Resilienz: Wie Sie akzeptieren was Sie nicht ändern können.

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Akzeptieren, was Sie nicht ändern können oder regen Sie sich noch auf? Manchmal ist es zum Haare raufen. Ganz gleich was man tut, es geht weder vor noch zurück. Mit dem  dem Kopf durch die Wand, wäre eine Strategie. Diese ist nur kurzfristig erfolgreich und oft nicht sozial verträglich 🙂
Das Gefühl, die Situation nicht beeinflussen zu können, zehrt an den Nerven. Einige Menschen regen sich dann fürchterlich auf. Der Ärger kocht hoch, sie werden wütend oder werfen frustriert das Handtuch. Damit Sie Gefühle, wie Angst, Wut oder Frust, nicht blockieren und blind machen für andere Möglichkeiten, zeige ich Ihnen eine Möglichkeit, wie Sie akzeptieren lernen.

Es ist wie es ist

Stellen Sie sich vor…

Beispiel 1:

Sie sind mit Freunden zum Kino verabredet, deshalb haben Sie es eilig nach Hause zu kommen. Der kürzere Weg führt über die Autobahn. In der Regel stehen Sie hier im Stau. Da Sie sind früher auf der Autobahn sind als gewohnt, rechnen Sie nicht mit Feierabendverkehr. Ein Risiko, aber Sie entscheiden sich für die kurze Strecke. Glück gehabt, denken Sie, freie Bahn. Alles läuft nach Plan. Dann das: 3 Kilometer vor Ihrer Ausfahrt leuchten Bremslichter vor Ihnen auf. Über alle Spuren Stillstand. Nichts geht mehr. Vollsperrung! Ein LKW hat sich quer gestellt…
Im Kino kommen Sie nicht mehr pünktlich an.

Wie reagieren Sie jetzt?

Ärgern Sie sich über Ihre Entscheidung oder akzeptieren Sie das was ist?

Sie können sich über die Vollsperrung und das verpatzte Treffen ärgern. Ebenso können Sie sich Vorwürfe machen, dass Sie keine andere Strecke gefahren sind. Sie dürfen auch fluchen oder auf Ihrem Lenkrad trommeln.

Doch: Es ist wie es ist. Die Situation werden Sie nicht ändern.

Beispiel 2:

Privat steht ein Umzug an. In der neuen Wohnung muss noch Einiges erledigt werden, bevor die Kisten und Möbel sich dort einnisten können. Jede freie Minute werkeln Sie in der Wohnung, damit das neue Heim wohnlich wird.
Parallel nehmen aktuellen Projekte auf der Arbeit gerade richtig Fahrt auf. Die Zusammenarbeit mit den neuen Partnern ist noch nicht flüssig. Absprachen mit allen Beteiligten funktionieren nicht und die Fehler im Prozess führen zu Verzögerungen. Als wenn das nicht genug wäre: Ein Großkunde sagt einen geplanten Auftrag ab. Der Liefertermin Ihrer neuen Küche verzögert sich und der Handwerker für Ihr Bad meldet sich nicht mehr.
Scheinbar läuft nichts nach Plan.

Liegen Ihre Nerven blank? 

In dem Sie die Fähigkeit trainieren, Tatsachen zu akzeptieren, empfinden Sie Belastungen nicht als übermäßigen Stress. Sie können Ihre Gefühle, Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Verhalten leichter kontrollieren und steuern.

Hätte, hätte, Fahrradkette – fokussieren Sie das was jetzt ist

„Wie wäre es gelaufen, wenn ich dieses oder jenes anders gemacht hätte?“ – mit solchen Gedanken quälen Sie sich unnötig und hängen der Vergangenheit hinterher. Sie treffen tagtäglich hunderte Entscheidungen und nicht jede ist richtig. „Hätte, wenn und aber“ bringt Sie nicht weiter. Akzeptieren lernen heißt auch, Grenzen anzunehmen. Täglich stoßen Sie an Grenzen: Grenzen die Sie anderen setzen oder solche die Ihnen gesetzt werden.

In dem Sie sich aufregen oder Vorwürfe machen, verschwenden Sie wertvolle Kraft. Akzeptanz damit, der zweite wesentliche Faktor für Ihre innere Stärke.

 

Das was geschehen ist, können Sie nicht mehr ändern. Lernen Sie das zu akzeptieren. 

 

Menschen, die sich durch innere Stärke auszeichnen, nehmen sich auch in schwierigen Situationen bewusst Zeit, um sich mit den Fakten einer Situation auseinander zu setzen. Dadurch bleiben Sie aktiv und können bewusst agieren.

Ich weiß, dass es manchmal nur einen kleinen Tropfen braucht, der das Faß zum überlaufen bringt. Ob wir ruhig bleiben oder uns aufregen, die Entscheidung fällt in einem Bruchteil einer Sekunde. Das funktioniert nicht auf Knopfdruck, sondern braucht Übung. Von einfach hat niemand gesprochen. 🙂

Fakt ist doch: Fühlt sich eine Situation nicht gut an und Sie wollen das ändern, dann kommen Sie nur weiter, wenn Sie sich auf zielführende Schritte konzentrieren. Damit Sie Ihren Fokus auf die nächsten Schritte legen können, akzeptieren Sie erst einmal das was geschehen ist.

Ihre Gefühle gewinnen gegen Ihren Verstand

Sie kennen das sicher: In einer belasteten oder stressigen Situation fällt es oft schwer, einen vernünftigen Gedanken zu fassen und eine Lösung zu finden. Das wir nicht rein rational handeln und unsere Entscheidungen maßgeblich von den Gefühlen bestimmt werden, dass hat der Neurowissenschaftler Antonio R. Damasio (link zum Wikipediaartikel) gezeigt.
Entscheidungen, die im Ärger gefällt wurden, sind selten die besten. Heftige Gefühle können Sie „blind“ für neue Möglichkeiten machen. Es ist nicht hilfreich, wenn Sie diese Gefühle verdrängen oder sich hineinsteigern.
Setzen Sie sich also mit Ihren Gefühlen auseinander und nehmen Sie an, dass Sie gerade verärgert, enttäuscht, wütend, traurig oder hilflos sind. Das völlig in Ordnung. Sie sind keine Maschine. Erst dann, wenn Ihre Gefühle abflachen, können Sie die Situation sachlicher analysieren.

 

Nehmen Sie das Positive mit und lernen Sie daraus

Ja, das Positive. Sie sollen sich die Sache nicht schön reden, sondern ernsthaft die andere Seite betrachten. Denn: Alles hat zwei Seiten und aus jeder Situation lernen Sie etwas. Am Anfang braucht dieses Denken etwas Übung, aber Sie werden sehen, dass  es immer leichter gelingt. Sie fragen sich jetzt, was an einer Vollsperrung oder einem verlorenen Auftrag positiv ist? – Dann finden Sie Ihre die Lösung. Trainieren Sie positiv zu denken, dann können Sie leichter akzeptieren.  

Jetzt geht es an den nächsten Schritt.

Die Übung: Akzeptieren lernen

  1. Schnappen Sie sich zwei A4 Zettel:
    -> Gibt es Entscheidungen, denen Sie emotional noch hinterher hängen, die Sie heute anders fällen würden?
    -> In welchen Situationen regen Sie sich immer wieder auf?
    Schreiben Sie es auf! Ja, wirklich aufschreiben. Auch wenn es Ihnen gerade komisch vorkommt. Probieren Sie es!
  2. Lesen sie alles noch einmal durch und notieren Sie sich:
    -> Rückwirkend betrachtet: Was haben Sie daraus gelernt?
    -> Was hat Ihnen geholfen, diese Situation zu meistern?
    Schreiben Sie es auf den zweiten Zettel!
  3. Jetzt beschließen Sie, das was Sie daraus gelernt haben, für die Zukunft mitzunehmen. Ja, ich meine das wirklich so. Sagen Sie sich das ganz bewusst.
    Alles andere, was unangenehme Gefühle auslöst, beschließen Sie jetzt ruhen zu lassen. Buchen Sie es auf Ihr Erfahrungskonto.
  4. Um das symbolisch zu untermauern: Zerreißen Sie den ersten Zettel oder verbrennen ihn.

Wie Sie die Situation analysieren

Stecken Sie Ihre Energie zukünftig in die Situationen, die Sie beeinflussen können.
Prüfen Sie:

  • Welche konkreten Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf?
  • Was können Sie jetzt in diesem Moment etwas an der Situation ändern?
  • Bringt Sie Frust oder Ärger gerade weiter?
  • Wie können Sie sich beruhigen?
    Dann Fragen Sie sich:
    Was kann ich daraus mitnehmen?
    Wenn Sie keinen Einfluss auf die Situation haben, dann bleibt Ihnen nur eins:

Hier machste nüscht – es ist wie es ist!

Wie gehen Sie mit frustrierenden Situationen um?

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