Stress: Hauptursache für Frühverrentung. So schützen Sie sich

Im Notfall persönlich abgesichert sein, dass ist besonders für Selbstständige ein wichtiges Thema. Haben Sie daran gedacht? Gerade, wenn alles gut läuft beschäftigt sich kaum jemand mit diesem Thema. Unfallversicherung oder die Haftpflicht gehören wohl zur Standardausstattung. Aber was ist außerdem in Ihrem Notfallkoffer?

Mit Claudia Möller habe ich ein sehr interessantes Gespräch über Stress und Berufsunfähigkeit geführt. Die persönliche Absicherung für den Notfall (Link zu ihrer Seite) ist Ihr Fachgebiet. Kennen Sie den Zusammenhang?

 

Arbeitskraft und Leistungsfähigkeit sichern

Ratschläge für ein gesundes und stressfreies Leben: Gesundes Essen, regelmäßige Bewegung und Sport und ausreichend Pausen für die Erholung vom Alltag.

Ja so einfach soll es sein. Ist es das?

Einige Kunden kommen zu mir, weil Sie sich schlapp fühlen. Sie klagen darüber, dass Sie nicht mehr so leistungsfähig sind, wie noch vor Wochen. Sie sind ständig müde, kommen nicht mehr zur Ruhe, Magen- und Rückenschmerzen sind keine Seltenheit. Kurzum: Ihre Arbeitsfähigkeit ist gefährdet. Oft ist ihnen der Zusammenhang von körperlichen Symptomen und Stress nicht bewusst.

Mit diesem Artikel bekommen Sie einen Überblick über Symptome und mögliche Folgen von chronischer Stressbelastung. Am Ende gebe ich Ihnen einen persönlichen Tipp, welche ersten Schritte Sie gehen können.

 

Chronischer Stress:  Verlust der Arbeitskraft

Die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit sind nicht die Unfälle, sondern psychische Erkrankungen. Wie der „Stressreport Deutschland 2012“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) belegt, sind psychische Erkrankungen mit 41% mittlerweile die Hauptursache für Frühverrentungen. Eine dauerhafte Stressbelastung ist einer der Hauptauslöser für psychische Erkrankungen. Die Betroffenen sind dabei im Durchschnitt erst 48 Jahre jung.

2011 wurden 59 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen registriert.

Was ist Stress?

Stress wird immer wieder als etwas Negatives dargestellt. Stress ist jedoch eine wichtige Schutzfunktion unseres Körpers. Der Körper reagiert auf einen Reiz, auch als Stressor bezeichnet, und versucht die Anforderungen auszugleichen. Stress ist also lebensnotwendig und spornt uns zu Höchstleistungen an.

Stress ist ein Spannungszustand, der erst auf Dauer krank macht. Betrachten Sie kurzfristigen Stress als  eine Herausforderung. Nach dieser anstrengenden Phase können Sie sich erholen und neue Kräfte sammeln. Bleibt diese Erholungsphase länger aus, dann kommt Ihr System an seine Grenzen.

Die meisten Menschen empfinden Stress in Ihrem Arbeitsalltag. Die Auslöser sind vielfältig. Nicht jeder bewertet dieselbe Situationen als stressig.

Auslöser für Stressreaktionen

  • Geld-/Existenzsorgen
  • Angst vor Prüfungen/ Präsentationen
  • Dauerlärm, Hitze
  • unerfüllte, wesentliche Bedürfnisse
  • Termin- und Zeitdruck
  • Stau
  • TV, Emailfluten, ständige Unterbrechungen
  • Überforderung
  • negative Denkmuster
  • Ungeduld, Ärger, Wut
  • Leistungsdruck, hohe Erwartungen

Welches sind Ihre Stressoren?

 

Handeln Sie präventiv

Im Alltag haben Sie viel zu tun. Die Tage vergehen rasend schnell. Ständig klingelt das Telefon. Ihr Emailpostfach ist prall gefüllt. Sie hetzen von einem Termin zum anderen. Die ToDo-Liste ist länger, als Sie Zeit zur Verfügung haben. Dazu kommt das schlechte Gewissen: Eigentlich wollen Sie schon lange mal wieder zum Sport und Zeit mit Ihrer Familie verbringen. Sie drehen sich im Kreis. Wie Sie auch planen, die Anforderungen passen nicht in Ihren Tag. So sehr Sie sich auch anstrengen – etwas kommt immer zu kurz.

Wenn Ihr Alltag so ähnlich gestaltet ist, dann kann ich Ihnen nur sagen: Mit diesem Phänomen sind Sie nicht allein!

Sie sichern Ihr Hab und Gut ab. Theoretisch wissen Sie auch wie Sie Ihre Leistungsfähigkeit sichern und damit ihre Arbeitskraft schützen. In der Praxis zeigt sich ein anderes Bild. Viele gehen weit über Ihre Grenzen hinaus. Sie fordern Ihre Gesundheit heraus.

Zeit
Quelle: Rainer Sturm pixelio.de

Gesundheit ist ein Geschenk. Es ist Ihre Aufgabe dies zu behüten und zu pflegen. Die meisten haben das Glück gesund auf die Welt zu kommen.
Wann fangen sie an, sich bewusst um Ihre Gesundheit zu kümmern?

Sie beginnen dann, wenn Sie erste Zipperlein oder Erkrankungen haben.

Gerade zum Ende des Jahres tauchen die altbekannten Vorsätze aus: „Im nächten Jahr, lasse ich es ruhiger angehen“ oder „Ab Januar sorge ich für mich“. Wenn Sie für Ihre Leistungsfähigkeit nichts tun, dann heißt es irgendwann: „Hätte ich doch nur…“

Sorgen Sie vor, bevor es zu spät ist. Ihre Zähne putzen Sie auch nicht erst dann, wenn Sie bereits Karies haben.

Erste Warnzeichen erkennen

Das Risiko der Stressbelastung für die Gesundheit wird oft unterschätzt. Gestresste Menschen lassen die Ursachen der einzelnen Symptome ärztlich untersuchen. Oft stellt der Arzt nichts fest. Damit werden Sie Warnsignale schnell übersehen oder nur Symptome bekämpft. Eine Tablette gegen die Schmerzen einzunehmen scheint einfacher, als bei sich selbst nach den Ursachen zu forschen.

Dieser Kreislauf wiederholt sich oft über Monate oder sogar Jahre, bis der Arzt irgendwann dann doch etwas feststellt.

Es geht nicht darum Stress zu verbannen. Das ist nicht möglich. Wenn Sie sich mit vielen Terminen und Verpflichtungen wohl fühlen, dann besteht kaum Grund etwas daran zu ändern. Handeln Sie bewusst. Vielen Menschen nehmen erste Anzeichen für eine chronische Stressbelastung nicht wahr. Demzufolge können Sie darauf auch nicht reagieren.

Wenn Sie Ihrem Körper zu viel zumuten und die Warnsignale ignorieren, dann kann es passieren, dass Körper und Psyche die Notbremse ziehen. Sie können vielleicht nicht mehr arbeiten, Im schlimmsten Fall werden Sie berufsunfähig.

Menschen die unter chronischem Stress stehen:

  • fühlen sich erschöpft
  • können sich zunehmend schlecht konzentrieren und die Fehlerquote steigt

    gestresste Führungskraft im Büro
    Quelle: Fotolia.de
  • essen unregelmäßig, rauchen und trinken mehr
  • haben Kopf-& Rückenschmerzen
  • leiden unter Verdauungsproblemen und Schlafstörungen
  • vernachlässigen Hobbys, Freunde, Familie
  • sind innerlich unruhig und nervös
  • fühlen sich überfordert und sind leicht reizbar

Welche Anzeichen erkennen Sie bei sich?

 

Folgen durch chronischen Stress

  • Durch die Dauerbelastung leidet das Herz-Kreislauf-System; Bluthochdruck oder sogar ein Herzinfarkt können folgen.
  • Das Verdauungssystem reagiert mit Magenentzündungen, Sodbrennen oder Koliken.
  • Viele Menschen leiden auch unter Spannungskopfschmerzen, Migräne, einem Hörsturz oder Tinnitus.
  • Für das Muskel – Skelettsystem kann die dauerhafte Anspannung chronische Schmerzen in Muskulatur, chronische Verkrampfungen im Nacken und Schulterbereich mit sich bringen.
  • Der Stoffwechsel ist gestört, so dass Diabetes eine mögliche Folge ist.
  • Das Immunsystem ist geschwächt, so dass zu häufigen Infekten kommt.

Stress bewältigen – Der Einstieg

Sie haben eine Routine in Ihrem Tun entwickelt. Gerade in Stresssituation rufen Sie diese automatisch ab. Damit Sie aus diesem Kreislauf herauskommen, müssen Sie sich mit sich selbst auseinandersetzen. Stress managen heißt sich selbst managen.Die moderne Technik und die große Welt des Internet geben Ihnen viele Freiheiten. Gleichzeitig erschweren sie auch das Abschalten und bei sich ankommen. Wenn Sie Stress effektiv bewältigen wollen, dann wird dies langfristig nur gelingen, wenn Sie sich Zeit für sich nehmen. Erst dann können Sie Ihre Handlungen bewusst hinterfragen und verändern.

Vielleicht denken Sie gerade, „Das ist leichter gesagt als getan“?

Da haben Sie Recht. Es gibt viele Ratgeber und Techniken. Dazu kommt noch, dass es kein Patentrezept gibt. Wo fangen Sie also am besten an?

Mein Tipp für Sie:

  1. Fassen Sie den Entschluss etwas zu verändern.
  2. Drosseln Sie das Tempo. Das kann zu Beginn unangenehm sein.
  3. Finden Sie heraus, was in Ihrem Alltag regelmäßig Stress auslöst. Analysieren Sie Ihren Alltag und Ihr verhalten so konkret wie möglich. Dadurch finden Sie heraus, welche weiteren Schritte Sie gehen müssen. Sie erkennen, was Sie vielleicht dazu lernen können, um die Stressoren oder Stressreaktionen abzubauen.

 

Fazit

Eine gute Versicherung schließen Sie ab, für den Fall, dass… – Sie investieren in diese Versicherung, um im „NotfalPfeilel“ abgesichert zu sein.

Sie können nicht vorhersehen, was passiert.

Mit der Investition in sich selbst haben Sie eine weitere Möglichkeit, das Risiko abzumildern.
Nehmen Sie wahr wann der Stress zu viel wird. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers. Nehmen Sie sich und Ihre Bedürfnisse ernst. In dem Sie lernen sich zu managen, sind in der Lage mit den Anforderungen umzugehen. Sie können auf erste Signale reagieren und behalten Ihr Gleichgewicht.

Eins kann weder die Technik noch der beste Ratgeber für Sie übernehmen:
Die Entscheidung zu treffen, etwas für Ihre Gesundheit zu tun.

Jeder von uns hat täglich 24 Stunden – Sie entscheiden, wie Sie diese nutzen!

 

Quelle Hauptfoto unsplash.com

Anke Lambrecht

Anke Lambrecht

ein geborenes Ostseekind. Mehr über mich, erfährst Du hier.
Ich bin überzeugt, dass jeder Unternehmer sein unvergleichliches Business schaffen kann. Auf dem Weg braucht es Mut und einen klaren Fokus. Deshalb unterstütze ich Unternehmer dabei jeden Tag ein Stück ihrer Vision umzusetzen und sich im Dschungel der Möglichkeiten zu orientieren.
Bleib unvergleichlich! Hier gibt es Quickietipps dazu.

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