gelassen werden

Warum Du gelassen werden solltest, wenn Du schneller Dein Ziele erreichen willst.

Gehörst Du zu den energiegeladenen und ehrgeizigen Menschen? Dann willst Du Ergebnisse. Und diese am besten gestern.

Währen da nur nicht diese nervtötenden Situationen: Ein Projekt flutscht nicht wie geplant. Du gibts alles, aber Dein Erfolg lässt auf sich warten. Andere arbeiten nicht in Deinem Tempo oder erfüllen nicht Deinen Qualitätsanspruch.

Hättest Du jetzt die nötige Portion Gelassenheit, dann würdest Du Ruhe bewahren. Lass mich raten: Die hast Du aber nicht.
Gelassen werden ist kein Hexenwerk, es braucht nur ein wenig Übung. Willst Du wissen wie Dir das gelingt? Hier bekommst Du Antworten.

Vorab zwei Wahrheiten:
1. Dieser Artikel macht Dich nicht gelassen. Lesen allein hilft nämlich nicht.

2. Der Artikel ist etwas länger. Also Atme durch. Das ist schon die erste Übung für Dich. 😉

Liest Du diesen Artikel bis zum Ende, dann

  • weißt Du, warum Du gelassen werden solltest, um schneller Deine Ziele zu erreichen,
  • weißt Du was Du brauchst, um gelassen zu werden und
  • hast Du konkrete Anleitung, wie Du gelassen werden kannst.

Ist gelassen werden auch eine Herausforderung für Dich?

Wenn Du wie die meisten Selbstständigen bist, die ich kenne, dann setzt Du Deine ganze Energie für Dein Business ein. Du willst unbedingt Deine Ziel erreichen: 5 neue Produkte, 10 neue Kunden, 20% mehr Umsatz, 10 Stunden mehr Freizeit…

Hast Du dann auch auch einen Hang zum Perfektionismus, dann bist Du vermutlich leichter aus der Ruhe zu bringen als andere.

Und genau hier gibt es ein Problem: Unter Druck erreichst Du Deine Ziele nicht schneller. Im Gegenteil: Das Konzept ist dadurch nicht schneller geschrieben. Das gerade so dringende Problem ist auch nicht schneller gelöst.

Warum?

Das Gras wächst nicht schneller, wann man daran zieht.

Glaube mir. Ich habe es getestet. Die Ziele klar vor Augen zu haben, ist prima. Damit Du sie auch wirklich erreichst solltest Du gelassen werden.

Beißt Du Dich zu sehr an Deinen Erwartungen fest, dann bist du unflexibel. Du verlierst Deine Nerven und damit Deinen Fokus.

Du bist unruhig, gehetzt oder gehst sogar gereizt an Deine Aufgaben.

Das allein ist unternehmerisch betrachtet Irrsinn: Es kostet Zeit, Nerven und Energie.

  • Es schleichen sich Fehler ein.
  • Du triffst irrationale Entscheidungen.
  • Du brauchst längere Pausen, um geistig wieder 100% fit zu sein.

Ja, ich weiß, dass Dir das theoretisch klar ist. Aber, brodelt der Vulkan erstmal, dann ist es zu spät. Deshalb solltest Du diese Entscheidung vorher treffen.

 

Gelassen werden ist eine Entscheidung

Gerade Leistungsmenschen tun sich schwer damit, gelassen zu werden. Gelassen werden erfordert loslassen. Loslassen klingt nicht nach Erfolg oder zielstrebigem Handeln. Ich weiß wovon ich spreche. 😉

Das Knifflige an diesem Thema ist, dass Du heute nicht einfach sagen kannst. „So, jetzt bin ich gelassen. Gelassenheit ist eine Haltung. Diese Haltung kannst Du entwickeln.

Ich habe gelernt Situationen so zu akzeptieren, wie sie sind. Das gelingt mir deshalb, weil ich die Überzeugung entwickelt habe, dass alles eine zweite, positive, Seite hat.

Dadurch gelingt es mir, auch in schwierigen Situationen, Ruhe zu bewahren. Anstatt durch impulsive Übersprungshandlungen vorschnelle Entscheidungen zu treffen, reagiere ich gelassen.

Nach dem Motto “erst denken, dann handeln“ atme ich kurz durch. Dann lege ich quasi einen Schalter um, durch den ich mich emotional distanziere. Dadurch kann ich die Fakten einer Situation beleuchten. Stelle Dir das so vor: Während andere hektisch werden, lehne ich mich zurück und beobachte aus der Helikopterperspektive, was gerade geschieht.

Unterscheide ‚geduldig sein‘ von ‚gelassen sein‘: Gelassen werden heißt nicht automatisch, auch immer geduldig zu bleiben. Klingt paradox, ist aber so. 🙂

Ja, ich kann Ruhe bewahren. Gehe ich hochmotiviert an ein Projekt, dann überschlage ich mich manchmal selbst. Durch meinen Dickschädel kann ich ganz schön ungeduldig mit mir sein. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann fällt es mir manchmal schwer abwarten zu können.

Kennst Du das?

Aber genau hier hilft mir wieder das Training zur Gelassenheit. Nach dem Motto:

 

Gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Das ist Dir noch immer zu schwammig? Hier hast Du weitere Argumente:

 

9 Gründe, warum Du gelassen garantiert schneller Deine Ziele erreichst

 

1. Du hast mehr Energie

Läufst Du auf Hochtouren, regst Du Dich auf, dann geht das zu Lasten Deiner körperlichen Kräfte. Das Herz rast, der Blutdruck steigt und Deine Muskeln verspannen.

Bringst Du Ruhe rein, dann gewinnst Du Energie für Deine Ziele. Dadurch verhinderst Du, dass der Druck weiter steigt. Du fühlst Dich weniger gestresst und bist ausgeglichen. Wir können es auch so sagen: Ist Deine Energiebilanz ausgewogen, erreichst Du leichter Deine Ziele.

 

2. Du triffst klare Entscheidungen

Deine Gefühle beeinflussen Deine Entscheidungen. Unter Druck vorschnell zu entscheiden, ist selten eine gute Idee. Bleibst Du gelassen, dann kannst Du die Fakten klar analysieren. Du fällst Deine Entscheidung mit Bedacht, anstatt überhastet zu reagieren.

 

3. Du bist produktiver

Anspannung und Unruhe kosten nicht nur Kraft, sondern führen häufig zu Fehlern. Du übersiehst wichtige Aspekte, weil Deine Aufmerksamkeit nicht 100% da ist. Dadurch brauchst Du länger oder musst Arbeitsschritte wiederholen.

Gelassen werden heißt auch Klarheit finden und fokussiert sein. Dadurch kannst Du Dich besser konzentrieren, vermeidest unnötige Fehler und bleibst motiviert bei der Sache.

 

4. Du bleibst konstruktiv

Probleme unter Druck lösen zu wollen, führt oft dazu, dass Du nur die eine Seite der Medaille siehst. Dann neigst Du möglicherweise dazu, die Welt schwarz zu malen. Du fühlst Dich sogar persönlich angegriffen oder fängst an, an Deinen Fähigkeiten zu zweifeln.

 

Wenn Du aufgebracht bist, dann tue oder sage nichts. Atme nur ein und aus, bis dein Geist wieder klar ist.

Thich Nhat Hanh (buddhistischer Mönch)

 

Werde gelassen und es gelingt Dir, die Situation mit Abstand differenziert zu betrachten.  Erst dann bist Du bereit, ernsthaft konstruktive Lösungen zu finden.

 

5. Dein Kopf ist frei für kreative Lösungen

Lösungen brauchen kreatives Denken. Unter Druck ist es nicht möglich kreativ zu sein. So sehr Du Dich auch bemühst, Dein Denken landet in einer Einbahnstraße. Willst Du neue Wege gehen und Lösungen finden, dann verlasse gewohnte Denkmuster. Erst in einem gelassenen Modus kannst Du Dein Denken in verschiedene Richtungen lenken und alternative Wege finden.

 

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein

6. Du nimmst Die Bedürfnisse Deiner Kunden wahr

Was Deine Kunden damit zu tun haben?
Ganz einfach: Sind Deine Bedürfnisse nicht erfüllt, dann kannst Du nur schwer die Deiner Kunden erfüllen.

Was sagt die Stewardess:
Erst setzt Du Dir die Sauerstoffmaske auf, dann hilfst Du anderen.

Wie oft stellst Du im Alltag Deine Bedürfnisse zurück, weil Du diese eine Aufgabe noch schnell erledigen willst?


Das ist Stress für Deinen Körper. Dahinter stecken häufig, Leistungsdruck, Überforderung, Probleme und (finanzielle) Sorgen. Verstehe mich nicht falsch. Stress wirft Dich nicht gleich aus der Bahn. Du brauchst diesen sogar, um Leistung zu bringen.

Überschreitest Du das Maß permanent, dann wird Stress zur Überfoderung: Du merkst nicht, dass Du Durst hast. Du spürst nicht, dass Dein Kopf nach einer Pause verlangt. Du weißt zwar, dass Du einen Nacken hast, aber spürst diesen Bereich nicht mehr.

Ja auch wenn Du liebst, was Du tust, kann Dein Körper unter Stress leiden!

Dein Körper ist in diesem Zustand vorrangig damit beschäftigt das Minus auszugleichen. Er hat nur ein Ziel: Seine Akkus aufladen.

Dadurch sind Deine Antennen nicht auf Empfang für das, was Deine Kunden wirklich brauchen.

Gelassen werden hilft Dir, die Signale Deines Körpers zu deuten. Du spürst wann Du Deinen Akku aufzuladen musst und nimmst Dir auch die Zeit, darauf zu reagieren.

Erst wenn Deine Bedürfnisse erfüllt sind, dann kannst Du Dich mit voller Aufmerksamkeit Deinen Kunden widmen.

 

8. Du gehst mutig, mit einer starken Überzeugung, Deinen Weg

Nicht alles läuft wie geplant. Rückschritte, Kritiker oder Veränderungen am Markt können Deinen Plan durchkreuzen.

Gelassen werden hat in solchen Fällen einen weiteren Vorteil:
Diese Erfahrungen kannst Du klar reflektieren. Du machst Dir Deine Stärken und Erfolge bewusst. Dadurch gewinnst Du Sicherheit und Selbstvertrauen, dass Du auch schwierige Situationen meistern kannst. Sie werfen Dich zukünftig nicht gleich aus der Bahn.

Daraus ziehst Du eine enorme Kraft, die Dir hilft, zuversichtlich DEINE Strategie zu verfolgen.

Damit stärkst Du Deine Überzeugung, dass Du Deine Ziele erreichen kannst.

 

9. Du erweckst Vertrauen bei anderen

Wie wirkt jemand auf Dich der hektisch und unruhig agiert?

Ein wenig unsicher oder ziellos? Irgendwie schon oder?

Dieser Punkt scheint also einleuchtend. Trittst Du souverän auf, wie ein Fels in der Brandung, dann erweckst Du Vertrauen. Du vermittelst den Eindruck, dass Du eine Situation im Griff hast, klar entscheidest und zielorientiert handelst.

Vertrauen ist die Verbindung aller Beziehungen. Nicht nur privat, sondern auch zu Deinen Kunden und Kooperationspartnern.


Zwischenfazit

Verschwende nicht unnötig Zeit, Nerven und Energie. So aufgebracht Du auch bist: Halte den Ball flach. 🙂 Bleibe gelassen.

Mache Dir immer wieder bewusst, was Dich aus der Ruhe bringt. Distanziere Dich von der Situation bis Du wieder ruhige Gedanken fassen kannst. Fokussiere Dich dann auf die Schritte, die Dich Deinem Ziel näher bringen.


gelassen werden und bleiben

Diese 4 Dinge helfen Dir gelassen zu werden

Eigentlich bräuchtest Du 10 Arme und Hände, um Deine Aufgaben zu erledigen. An jeder Ecke will jemand was von Dir. Ja und ein Privatleben hast Du eigentlich auch noch. Wehe, wenn Dir dann wieder mal etwas einen Strich durch die Rechnung macht.

Dann fehlt nur ein kleiner Tropfen und das Fass läuft über.

Im Extremfall knallt es! Das oft an der falschen Stelle.

 

In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz.

Dalai Lama

 

Ärger, Enttäuschung, Wut – diese Gefühle blockieren Deinen Verstand. Du sprichst schneller, als Du denken kannst. Du reagierst noch, bevor Dir klar ist, was da gerade passiert.

Klar sind diese Gefühle normal. Du sollst sie auch nicht verdrängen. Doch damit Du nicht in zwei Sekunden von 0 auf 180 bist, hilft Dir Folgendes:

 

1. Einen Moment der Ruhe und Klarheit

Gelassen werden braucht einen bewussten, achtsamen Umgang mit Dir selbst. Gönne Dir täglich einen Zeitraum der Ruhe. Es muss nicht lange sein; 1-2 Minuten genügen. Es geht darum, dass Du diesen Moment bewusst erlebst. Atme einfach ruhig ein und aus. Konzentriere Dich nur auf Dich. Bleib ganz bei Dir, im Hier und Jetzt.

 

2. Dein Warnsignal kennen

Kennst Du Dein Warnsignal, bevor das Faß überläuft? Solltest Du. Beobachte Dich ein paar Wochen in Situationen, die Dich aus der Ruhe bringen. Dann findest Du schnell Dein Warnsignal. Dadurch kannst Du das Ruder rumreißen, bevor es zu spät ist. Gelassen werden hilft Dir, die Fassung zu bewahren. Du vermeidest damit, dass Du etwas sagst oder tust, was Dir später vielleicht leid tut.

 

3. Akzeptiere, was Du nicht ändern kannst

Sicher willst Du mit Deinem Business etwas Neues schaffen, etwas verändern. Deshalb ist es kontraproduktiv, wenn alles hinnimmst, wie es ist. Dennoch bringt es nichts, wenn Du Dich in Situationen hineinsteigerst, die Du nicht ändern kannst, weil sie z.B. in der Vergangenheit liegen.

Hätte, Hätte, Fahrradkette…

Hast Du aber nicht. Das ergibt keinen Sinn. Das was war, kannst Du nicht mehr ändern.

Gleiches gilt auch für andere Menschen. Andere kannst Du nicht ändern. Deine Einstellung kannst Du ändern.

Konzentriere Dich vielmehr darauf, was Du jetzt beeinflussen kannst.

Ich erinnere ich mich regelmäßig daran, dass wir in jeder Situation drei Möglichkeiten haben:

love it,
change it or
leave it

Wirf Ballast von Bord. Lasse weg, was Dir nicht gut tut. Fokussiere Dich besser auf das, was Dir Spaß macht, womit Du zufrieden bist und was Dich weiterbringt.

 

3. Fokus

Gelassen werden braucht Fokus. Stoppe endlose ToDo-Listen. Höre auf mit Multitasking.

Willst Du zu viel auf einmal, dann entsteht wieder Druck. Erledigst Du zu viel parallel, machst Du nichts richtig. Beides führt dazu, dass Du Dich verzettelst. Du wirst unzufrieden, weil Du Dir bzw. Deinen Ansprüchen nicht gerecht wirst. Dies kannst Du lernen, z.B. mit dem Fokusguide

Es geht darum, dass Du dich auf eine Sache fokussierst.
Eine einzige.
Eine Sache die Du jetzt tust.
Eine wichtige Aufgabe am Tag.
Ein wichtiges Ziel für die Woche, den Monat, das Jahr.
Punkt.

 

Wie kann ich gelassen werden? Die 4 Schritte Anleitung

Ich sag es Dir gleich: Für dieses Trainingskid musst Du Deinen Ehrgeiz in die Schranken weisen.

Schnelle Ergebnisse funktionieren hier nicht. Gelassen wirst Du nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess. Sorry.

Gelassenheit wird oft mit Gleichgültigkeit in Verbindung gebracht wird. Doch das ist davon weit entfernt. Gelassen werden heißt, dass Du Dich selbst bremsen kannst (Wie Dir das gelingt, erfährst Du gleich). Also immer schön die Nerven behalten und Dich mit klarem Kopf, auf die nächsten Schritte fokussieren. 😉

 

Gelassen werden – Schritt 1: Tempo drosseln

Starte damit, dass Du Dir täglich, z.B. mittags oder abends, ein paar Minuten Pause gönnst. Ich vermute, dass Dir das wie “nichts tun” vorkommt. Regelmäßig eine Pausen machen, dass bringt Dich auf ein ganz anderes Level.

Deine Pause soll Dich von Deinen Projekten ablenken. Nebenbei checkst Du keine Mails. „Ich muss die Idee mal eben schnell noch aufschreiben.“ ist auch Tabu.

Du willst Dich ja nicht mehr selbst überholen. Teste das z.B. 4 Wochen. Du wirst merken, dass es Dir leichter fällt, Dich auf das Wesentliche zu fokussieren.

 

Gelassen werden – Schritt 2: Kraftquellen finden

Mit Kraftquellen meine ich, etwas was Du tust, um Deinen Akku aufzuladen.
Zwischendurch einen Sprint einzulegen kann sinnvoll sein. Die meisten Deiner Ziele erreichst Du nicht im Sprint, sondern in einem Marathon. Dafür brauchst Kraftreserven.

Erinnere Dich an die Stewardess: Du setzt Dir die Sauerstoffmaske zuerst auf.

Lege Dir eine Liste mit 2 Spalten an:

  • Was gibt Dir Energie, woraus gewinnst Du Kraft?     
  • Was nimmt Dir Energie, was kostet Dich Kraft?

Prüfe dann:

  • Wie oft nutzt Du diese Kraftquellen tatsächlich?
  • Wann kannst Du diese Kraftquellen zukünftig bewusst einsetzen?

 

Gelassen werden – Schritt 3: Nimm Deine Bedürfnisse wahr

Du kennst bestimmt die Bedürfnispyramide von Maslow. Die Theorie dahinter ist einfach: Hinter allem was Du tust, steckt ein Bedürfnis. Diese Bedürfnisse folgen einer bestimmten Hierarchie. Erst wenn die untere Ebene der Bedürfnispyramide erfüllt ist, kannst Du die nächste Ebene erreichen. Nennen wir die Bedürfnisse Motive, die Dich zum Handeln bewegen.

Zwei einfache Beispiele:

Warum stehst Du vom Sofa auf und bewegst Dich Richtung Kühlschrank?
Weil Du Hunger oder Durst hast.

Warum kannst Du Dich nicht gut auf Deine Aufgabe konzentrieren, wenn Du müde bist.

Weil Dein Körper Schlaf braucht.

Je mehr Du im Trubel bist, desto weniger spürst Du, was Du gerade brauchst. Ebensowenig kannst Du benennen warum Du etwas tust. Kaum hast Du eine Aufgabe erledigt, setzt Du Dich gleich an eine neue. Kaum hast Du einen Lauch hinter Dir, planst Du auch schon den nächsten.

Wir haben oben festgehalten, dass unbefriedigte Bedürfnisse Stress und Frust auslösen. Damit Du gelassen werden kannst scheint es nur logisch, dass Du Deine Bedürfnisse erfüllst.

Damit Du Dein Bedürfnis erfüllen kannst, musst es erstmal benennen.

Das kannst Du wieder in kleinen, bewussten, Schritten üben:

Halte im Alltag ab und zu an, befreie Dich aus dem Trubel (koppel dies evtl. mit Deiner Pause)

Dann stelle Dir z.B. folgende Fragen:

  • Wie geht es mir?
  • Warum ärgert mich diese Situation gerade?
  • Was will ich stattdessen?
  • Warum willst ich diese Aufgabe unbedingt heute erledigen?
  • Was würde mir jetzt gut tun?
  • Warum möchte ich dies oder jenes?

Prüfe dann, ob das, was Du gerade tust, Dein Bedürfnis erfüllt.

Ja? Sehr gut.

Nein? Dann ändere es.

Greife ggf. zu Deinen Kraftquellen, die Du im zweiten Schritt  aufgeschrieben hast.

 

Gelassen werden – Schritt 4: Arbeite an Deiner Einstellung

Situationen sind wie sie sind. Deine Bewertung macht diese erst positiv oder negativ.

Wir haben ja oben festgestellt, dass Gelassenheit eine Haltung ist. Damit Du gelassen wirst, mache Dir erstmal bewusst, was Dich aus der Ruhe bringt.

Beispiel: Du stehst im Stau.

Rein faktisch befindest Du Dich mit ein paar anderen Autofahrern auf einer Straße und kannst nicht die vorgegebene Geschwindigkeit einhalten. Nicht mehr, nicht weniger.

Was daran zum Aufreger wird, ist Deine Bewertung. Solche Trigger lösen Gedankenschleifen aus:

Du ärgerst Dich z.B. darüber, dass Du

  • Zeit verlierst
  • nicht pünktlich zu Deiner Verabredung kommst
  • usw.

Klar darfst Du Dich ärgern. Du kannst auch auf dem Lenkrad trommeln und fluchen.

Doch es bringt Dich gerade weiter?

Nein.

Du stehst trotzdem im Stau.

Das Einzige, was Du durch Deinen Ärger gewinnst, ist schlechte Laune.

gelassen werden

Erkennst Deine unnützen Aufreger. Dann kannst Du die Situation neu bewerten. Du weißt, alles hat zwei Seiten. Versuche ganz bewusst, die andere Seite zu sehen.

Auch wenn es für Dich vielleicht komisch klingt: Beobachte ein paar Tage einfach mal Deine Gedanken in Situationen, die Dich ärgern. Du wirst erstaunt sein, was sich da auftut.

Ich habe es ganz genau so gemacht. Dazu gehören auch die Gespräche mit Dir selbst. Ach komm, klar redest Du mit Dir selbst. Tut das nicht jeder von uns? 

Probiere mal wie folgt zu reagieren:

  1. Atme erstmal durch.
  2. Frage Dich, ob Dich Dein Frust gerade weiterbringt.
  3. mache Dir klar: Es ist wie es ist.
  4. Frage Dich: Was kann ich jetzt tun? (z.B. Anrufen und Bescheid geben, dass ich später komme.)
  5. Was kannst Du stattdessen tun? (z.B. Podcast hören, Musik anmachen oder Hörbuch hören)

Klingt eigentlich einfach oder?

 

Schneller das Business voranbringen,
mit einem Plan der funktioniert. 

Arbeite gezielt AN Deinem Business.

Fokusretreat

Gelassen werden ist Übungssache

Gerade Leistungsmenschen tun sich damit schwer, gelassen zu werden. Mit dem Kopf durch die Wand – das kann funktionieren. Es ist aber meistens eher schmerzlich als nützlich.

Deine Einstellung und Dein Verhalten ändern sich nicht über Nacht. Genau hier beginnt das Training.

Es wird immer wieder Herausforderungen geben, durch die Du aus der Ruhe gebracht wirst.

Damit Du Deine Ziele erreichst, brauchst Du einen klaren Fokus und Ruhe.

Bleibe geduldig mit Dir. Schritt für Schritt kannst Du gelassen werden.

Am Anfang steht Deine Entscheidung: Willst Du gelassen Deine Ziele erreichen?

 

 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert im Mai 2018
Bildquelle Titelbild: Anisur Rahman auf Unsplash.com

Anke Lambrecht

Anke Lambrecht

ein geborenes Ostseekind. Mehr über mich, erfährst Du hier.
Ich bin überzeugt, dass jeder Unternehmer sein unvergleichliches Business schaffen kann. Auf dem Weg braucht es Mut und einen klaren Fokus. Deshalb unterstütze ich Unternehmer dabei jeden Tag ein Stück ihrer Vision umzusetzen und sich im Dschungel der Möglichkeiten zu orientieren.
Bleib unvergleichlich! Hier gibt es Quickietipps dazu.

4 Gedanken zu “Warum Du gelassen werden solltest, wenn Du schneller Dein Ziele erreichen willst.

  1. Liebe Anke Lambrecht,

    ein sehr schöner Beitrag, vielen Dank.

    Spannend fand ich die Unterscheidung zwischen Gelassenheit und Geduld. So habe ich es noch gar nicht betrachtet. Macht aber auf jeden Fall Sinn für mich, und erklärt manches. 🙂

    Liebe Grüße

    Stephanie Mertens

    • Danke Stephanie.
      Die Unterscheidung ist in der Tat spannend und hilft mal genauer hinzusehen 🙂
      Ich wünsche dir die nötige innere Ruhe für deine Projekte.

      Liebe Grüße
      Anke

  2. Liebe Anke,
    ein Thema, das mich die letzten Monate öfter beschäftigt hat, und ich musste bei diesen Punkten mehrfach nicken. Ich habe daraus lernen müssen, dass ich mir eher selbst geschadet habe, wenn ich nicht gelassen war, und warum das so ist, hast du super getroffen… Ich habe für mich selbst gemerkt, dass ich dann einfach nicht mehr klar handeln, entscheiden und arbeiten kann. Man tut Dinge, ndie nicht sinnvoll sind, und zieht damit nur noch mehr Chaos an. Ich habe inzwischen gelernt, in solchen Fällen mich selbst zu bremsen und erstmal wieder zu mir zu kommen, in die innere Klarheit, bevor es weiter geht…
    Danke für die wertvollen Hinweise und liebe Grüße!

    • Hallo Wilhelm,

      ich danke dir für deinen Zuspruch.

      Innere Klarheit zu finden und vor allem zu erkennen, dass diese nötig ist, ist eine sehr wertvolle Erkenntnis.

      Es freut mich, dass ich dich darin bestärken konnte.

      Liebe Grüße
      Anke

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