in Lösungen denken

Arbeiten Sie noch am Problem suchen Sie schon die Lösung?

Ein Unternehmen hat seine Spitzenleute auf ein teures Seminar geschickt. Sie sollen lernen, auch in einer ungewohnten Situation Lösungen zu erarbeiten, rasch und zielgerichtet zu entscheiden.

Am zweiten Tag wird einer Gruppe von Managern die Aufgabe gestellt, die Höhe einer Fahnenstange zu messen. Sie gehen hinaus auf den Rasen, beschaffen sich eine Leiter und ein Bandmass. Die Leiter ist aber zu kurz. Also holen sie noch einen Tisch, auf den sie die Leiter stellen. Es reicht immer noch nicht.

Sie stellen noch einen Stuhl auf den Tisch. Da das alles sehr wackelig ist, fällt der ganze Aufbau immer wieder um. Alle reden gleichzeitig. Jeder hat andere Vorschläge zur Lösung des Problems. Es ist ein heilloses Durcheinander.

Ein Ingenieur kommt vorbei, sieht sich das Treiben ein paar Minuten lang an. Dann zieht er wortlos die Fahnenstange aus dem Boden, legt sie hin, nimmt das Bandmass und misst die Stange von einem Ende zum anderen. Er schreibt das Ergebnis auf einen Zettel und drückt ihn zusammen mit dem Bandmass einem der Manager in die Hand. Dann geht er wieder seines Weges.

Kaum ist er um die Ecke, sagt einer der Top-Manager: “Das war wieder typisch Ingenieur! Wir müssen die Höhe der Stange wissen und er sagt uns die Länge! Deshalb lassen wir diese Leute auch nie in den Vorstand”.

Verfasser unbekannt

 

In Lösungen denken: Stellen Sie das Gewohnte in Frage

Was hier witzig klingt ist oft Realität. In Lösungen denken bleibt ein verkapptes Problemdenken. Immer wieder die gleichen Wege zu gehen, schafft keine neuen Lösungen. Das wiederum zerrt an den Nerven.

Die eigenen Denkmuster und gewohnten Blickwinkel zu verlassen, ist gar nicht so leicht, wie es scheint. Doch das lässt sich trainieren. 😉

Immer wieder erlebe ich es bei Kunden: Sie sind voller Überzeugung, dass Sie absolut lösungsorientiert und kreativ an Problemsituationen herangehen. Bis ich Ihnen das 9-Punkte-Problem als Test vorstelle.  Dieses Beispiel ist eine sehr gute Übung. Probieren Sie es aus.

Zeichnen Sie sich 9 Punkte, wie hier abgebildet, auf ein Blatt Papier. Dann verbinden Sie diese Punkte mit 4 geraden Linien. Achtung! Ohne dabei den Stift abzusetzen und einen Punkt doppelt zu durchkreuzen.

 

In lösungen denken 9 Punkte Problem

Wenn etwas nicht funktioniert, dann machen Sie etwas anderes.

Stellen Sie sich dabei vor allem die richtigen Fragen!

Der Klassiker in den sich viele verrennen: Warum funktioniert dieser Weg, die Strategie etc. nicht?
Das bringt Sie nicht selten weiter. Wenn Sie in Lösungen denken wollen, dann verlassen Sie Ihre gewohnten Wege. Werden Sie kreativ. Denken Sie um die Ecke. Jede auch noch so scheinbar absurde Idee: Schreiben Sie diese auf und spielen Sie es gedanklich durch.

  • Wie müsste das Ergebnis im Idealfall sein?
  • Welche anderen Themengebiete und Fachbereiche könnten nützlich sein?
  • Wie könnte es funktionieren?
  • Was brauchen Sie dazu?

Lösungen brauchen eine neue Perspektive

Ändern Sie Ihre Blickrichtung. Sich, wie in dieser Geschichte, das Treiben anderer von außen anzusehen hat einen entscheidenden Vorteil: Sie sehen mehr als die anderen.

Lassen Sie Ihre Idee einen Tag ruhen.

Schauen Sie mit frischem Kopf wieder drauf. Sind Sie gedanklich zu tief drin, dann ist ihr Blickfeld eingeschränkt. Schnell drehen Sie die gleichen Schleifen und sehen kaum noch Zusammenhänge. Es ist ähnlich wie bei einem Puzzle. Da liegen 5000 kleine Teile vor Ihnen. Stundenlang brüten Sie, um das nächste passende Puzzleteil zu finden. Dabei sehen Sie Teile sich so ähnlich, dass Sie eins vom anderen kaum mehr unterscheiden können. Je länger Sie über dem Puzzle hocken, desto mehr unpassende Teile greifen Sie.

Rücken Sie die Fakten in einen neuen Kontext. 

5000 Puzzleteile und eins gleicht dem anderen. Jetzt schalten Sie das Licht ein und betrachten die Teile von einer anderen Seite des Tisches. Plötzlich springen Ihnen gleich mehrere passende Puzzleteile entgegen. Unfassbar. Stundenlang war kein richtiges Teil zu finden und jetzt das. Die gleichen Fakten in einem anderen Kontext ergeben ein ganz anderes Bild; ganz neue Möglichkeiten.
Anstatt nur in die Höhe zu denken, denken Sie auch in die Breite und Tiefe.

 

Wenn Sie das nächste Mal auf der Suche nach Lösungen sind, dann prüfen Sie, ob Sie sich im Problemdenken verrannt haben.  Ändern Sie Ihre Denkrichtung. Rücken Sie die Fakten in ein anderes Licht. Fokussieren Sie jeden möglichen Schritt, der Sie weiterbringen könnte.

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