Fühlen Sie noch was Sie tun? – Wie der Druck nicht nur Ihren Umsatz gefährdet.

Es ist Montagabend 18:00 Uhr, der erste Tag der Woche neigt sich dem Ende zu. Das Wochenende klingt noch leise nach. Ein flüchtiger Gedanke auf dem Heimweg und das Gedankenspiel beginnt.

„Das Wochenende war, wie so oft, viel zu kurz. Jetzt einfach nur nach Hause und zur Ruhe kommen. Was gibt es zum Abendessen? Wie lasse ich den Tag ausklingen?“

Müde und ausgelaugt von den vielen Terminen heute, schweift er in Gedanken seinen Kalender.

Die neue Woche hält kaum Zeit für ein entspanntes Frühstück, ausgiebige Gespräche oder das Sportprogramm bereit. Die Liste der Aufgaben ist lang. Mal wieder muss alles bis gestern erledigt sein. Mit einem tiefen Atemzug hält er an der roten Ampel.

Er bemerkt, dass es schon wieder dunkel ist. „Das Haus verlassen, wenn es dunkel ist und heim kehren, wenn es dunkel ist. Hm..wann wird es endlich Frühling? Dann hätte das schon mal ein Ende.“

Der Gedanke an den Kalender macht ihm unmissverständlich klar, dass es bereits Februar ist und das Jahr in vollem Gange.

Wollte er es doch langsam angehen lassen. „Langsam? Wo sind nur die ersten Wochen geblieben. Der Januar verging wie im Flug. Es warten viele neue Projekte und alte die weitergeführt werden. Das ist doch eigentlich gut,“ denkt er sich, aber da bleibt dieses Gefühl. Etwas fehlt, irgendwie ist es zäh. Er spürt deutlich den Druck in seiner Brust.

Scheinbar geht es so weiter wie das letzte Jahr aufgehört hat:

  • ein Tag vergeht wie eine Sekunde
  • eine Woche vergeht wie eine Minute
  • ein Monat fühlt sich an wie eine Stunde

 

Das Rad dreht sich. Die Uhr tickt. Der Druck ist wieder da.

 

Hatte er sich doch fest vorgenommen, Zeit für die Familie und Auszeiten für sich einzuplanen.

Eigentlich wollte er den Urlaub über Ostern bereits gebucht haben. Er hat nicht mal die Spur einer Idee woher er die Zeit nehmen soll; weder für die Buchung noch für den Urlaub.

Wo waren Sie jetzt geblieben die guten Vorsätze?

Verpufft, verblasst und untergegangen im Alltagstrubel.

Augen zu und durch! So ist das Leben.

Da schreit eine Stimme in ihm laut: Nein!

Zu quälend sind die Gedanken an die Streitigkeiten über die wenige Zeit mit der Familie. Auch die ständigen Sorgenfalten auf der Stirn haben wieder ihre sichere Position eingenommen. Das  vernebelte Gefühl im Kopf, wenn er am Abend die Gedanken an den Tag nicht loslassen, meldet sich zurück. Die Hoffnung auf einen erholsamen Schlaf hat er schon vor vielen Monaten aufgegeben und damit das kräftezehrende Hin und Her in der Nacht zum Ritual erklärt. Sein Körper meldete sich deutlich. Die Kraftreserven sind schnell aufgebraucht und sein Akku kann er schon lange nicht mehr voll aufladen.

An der nächsten Straßenecke biegt er ab und hält am Stadtpark. Er macht den Motor aus, steigt aus und geht ein paar Schritte.

„Mensch so kann es doch nicht weiter gehen,“ sagt die Stimme in ihm. Ein gut bezahlter Job den er liebt, eine traumhafte Familie, ein tolles Auto, ein eigenes Haus. Er und seine Familie sind bestens versorgt. Er hat das was er wollte.

 

Wo bleibt dann das gute Gefühl?

 

Stumpf, vernebelt, kraftlos und leer – das war so nicht geplant.

Er setzt sich auf eine Parkbank, zündet sich eine Zigarette an und lehnt sich zurück. Während er den nächsten Zug nimmt, starrt er in den Himmel. In diesem Moment sind weder Wolken zu sehen, noch ist Straßenlärm zur hören. Es ist plötzlich ganz still, nur den Wind hört er leise in den Büschen. Er kann sich nicht mehr bewusst daran erinnern, wann er das letzte Mal einfach nur so die Sterne beobachtet hat.

Plötzlich muss er über sich lachen. „Kommt ja nichts bei raus und stand nicht auf der To Do Liste.“ Kopfschüttelnd macht er seine Zigarette aus. Während er tief durchatmet, spürt er wie schwer seine Schultern sind und das in ihm ein Vulkan zu brodeln scheint. Das Gefühl kennt er zu gut. Ende November war er so überreizt, dass er bereits bei dem kleinsten Anzeichen dafür, dass etwas nicht nach seinem Plan verlief, hätte aus dem Anzug springen können. Er weiß, dass er ungeduldig, überreizt und oft auch unfair mit seinen Kollegen und seiner Familie umging.

Ausgeglichen sein, fühlt sich anders an. Peinlich berührt, aber entschlossen verlässt er die Bank…

 

„Es muss sich etwas ändern, es wird sich etwas ändern.“

Wie oft haben Sie das schon gedacht? Was haben Sie dann schlussendlich wirklich unternommen?

Der innere Druck muss sich lösen. Es soll ich leicht anfühlen. Doch, dann geht das Tagesgeschäft wieder vor.  Das Gerede von „tue etwas für dich, entspanne mal, mach was gegen den Stress“ ist für Sie seichtes Geplänkel. Starke Menschen brauchen das nicht.

Erst, wenn der Schmerz groß genug ist, körperlich oder mental, dann setzen Sie sich in Bewegung.

Dann ist es fast zu spät: Freunde wenden sich ab, Familienleben gibt es nicht mehr und die eigene Gesundheit ist in einem fragwürdigen Zustand. Ein Kreislauf, in dem der Druck steigt.

 

Und die Moral von der Geschicht‘?

 

Spüren Sie noch was Sie tun? Wie fühlt sich ihr Alltag an?

 

Wenn Sie darauf jetzt noch immer keine Antwort haben, dann ist das völlig okay. Damit sind Sie nicht allein. Sie haben es vielleicht, so wie auch mein Kunde aus der Geschichte, durch den Trubel einfach verlernt. Wer kaum Zeit für sich hat, selten entspannt, der fühlt nicht mehr was er tut. Das hat zur Folge, dass Sie stressbedingte Symptome nicht mehr richtig wahrnehmen. „Schnell eine Tablette und dann wird das schon.“ – Selten ist das so.

Entspannungstraining hilft dabei sich wieder zu spüren, besser zu schlafen, geduldig zu bleiben, den Kopf einfach mal auszuschalten und vor allem bewusst die Dinge zu tun. Kurz um: Sie können den inneren Druck lösen.

Oft höre ich. „Entspannung ist nichts für mich“. Dann meine freche Antwort: Aha! Das ist, als wenn Sie sagen Verdauung ist auch nichts für Sie.“ 🙂

Unglaublich viele Menschen wissen gar nicht mehr wie es sich anfühlt entspannt zu sein, ganz abgesehen davon wie es funktioniert.

  • Haben Sie noch ein Gefühl für Entspannung?
  • Wie fühlt es sich bei Ihnen an?
  • Nehmen Sie Verspannungen und andere Stressreaktionen Ihres Körpers wahr?

 

Entspannung ist mehr als einfach nur herumliegen und wegnicken.

 

Entspannung hat nichts mit weich, schwach oder Psychotherapie zu tun.
Unser System braucht Entspannungsphasen in denen es auftanken und sich erholen kann.

Erst in einem entspannten Zustand können Sie kreativ sein, Lösungen entwicklen und Ihr Handeln hinterfragen. Dafür genügen bereits kurze und effektive Auszeiten mit der richtigen Entspannungstechnik.

Gleichzeitig bringen Sie damit den natürlichen Wechseln zwischen Anspannung und Entspannung wieder in Gang. Eine Entspannungstechnik lernen Sie genauso, wie Sie eine Sprache oder ein Computerprogramm erlernt haben. Dabei müssen Sie sich weder Duftkerzen, bunte Lichter, noch unzählige Kissen und Decken zuzulegen. Ihr System kann das auch ohne.

Um aus einem solchen Kreislauf, wie in der Geschichte, auszusteigen ist Entspannungstraining oft ein erster, wichtiger Schritt. Ist der Druck abgeflacht, dann können Sie auf dieser Basis andere Punkte anzugehen.

 

Schließlich bleibt die Frage: Wie wollen Sie sich fühlen?

Leicht, locker, gelassen, ausgeglichen  oder schwer, zäh, verkrampft, stumpf

 

Vergessen Sie dabei nicht: Ohne Power keine Leistung. Ohne Leistung keine Ergebnisse. Ohne Ergebnisse kein Umsatz.

 

 

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