Vergiß Zeitnot! So gewinnst Du mehr Zeit für das Wesentliche

Vergiß Zeitnot! So gewinnst Du mehr Zeit für das Wesentliche

Jeder von uns hat auf seinem Zeitkonto täglich 24 Stunden. Das ist fair. Du entscheidest wie Du Deine Zeit investierst. So einfach ist die Theorie. Die Umsetzung ist schon schwieriger.

Bisher hat sich bei mir noch niemand darüber beschwert, dass er zu viel Zeit hat. Stattdessen höre ich ständig die üblichen Klagen:

“Ich habe keine Zeit.” “Wenn ich Zeit habe dann…” “Ich brauche mehr Zeit.”

Die krampfhafte Suche nach mehr Zeit, ist nur begrenzt erfolgreich.

Warum keiner mehr Zeit hat?

“Keine Zeit” ist entweder eine Ausrede oder die Folge falscher Entscheidungen.

Die meisten Menschen, die über Zeitmangel klagen, versuchen das Problem lediglich über Zeitmanagement in den Griff zu bekommen: Eisenhower-Prinzip, Alpen-Methode, Pareto-Prinzip und Co werden rauf und runter gebetet. Unterm Strich verzetteln sie sich trotzdem. Warum?

Zeitmanagement bringt Dir nicht mehr Zeit. Zeitmanagement hilft Dir lediglich Deinen Alltag zu strukturieren, und ToDo-Listen effizient abzuarbeiten. Sicher kannst Du dadurch an einer Stelle mehr Zeit gewinnen, weil Du an anderer Stelle Zeit sparst. Das Budget auf Deinem Zeitkonto bleibt gleich.

Gleichzeitig sind viele meiner Kunden trotz aller cleveren Zeitspartechniken noch immer nicht zufrieden. Im Kern funktioniert dies nämlich nur, wenn Du Deine Hausaufgaben gemacht hast.

Weißt Du wofür Du so dringend mehr Zeit brauchst?

Oft sausen mir Ohren, weil mir eine endlose Liste an Aufgaben präsentiert wird.

Mehr Zeit für

  • neue Projekte
  • das Überarbeiten alter Projekte
  • die Kunden
  • das Entwickeln neuer Ideen und Strategien
  • die Familie und Kinder
  • den Partner/die Partnerin
  • Hobbies, Urlaub, Freunde etc.

Dafür bräuchte ich ein Parallelleben. Das ist mir alles zu unkonkret. Deshalb ich gehe noch einen Schritt weiter:

Wie viel mehr Zeit brauchst Du konkret für was?

Erst wenn Du das weißt, kannst Du festlegen welche Prioritäten ganz oben auf Deiner Liste stehen.

Entscheide bevor es dringend wird und Du hast automatisch mehr Zeit

Willst Du auch zu viele Dinge gleichzeitig?
Das kenne ich gut. Nur stecken wir dabei in einer Zwickmühle. Einerseits können wir können uns nicht selbst überholen und andererseits machen wir nichts richtig, wenn wir allem gleichzeitig gerecht werden wollen.

Ja, manchmal meldet sich dann das schlechte Gewissen. Du wolltest mehr Zeit mit Deiner Familie verbringen und sitzt stattdessen abends noch am Schreibtisch. Am nächsten Tag bist Du bei Deiner Familie, obwohl Du Dich diesmal intensiver um das große Kundenprojekt kümmern wolltest.

Mach Dir nichts vor! Du kannst nicht allem gerecht werden.

Du willst für etwas mehr Zeit haben? Dann nimm’ sie Dir! Entscheide Dich dafür, setze Prioritäten und bleib konsequent. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Jetzt verfalle nur nicht in das 0 und 100 Denken. Du sollst ja nicht gleich alles stehen und liegen lassen, weil Dir gerade danach ist, Freunde zu treffen oder Dich beim Sport auszupowern.
Was Du wirklich willst, dafür lässt sich ein Weg finden. Verschaffe Dir mehr Zeit, indem Du nach einen Kompromiss suchst: Nimm’ Dir eine Stunde früher Feierabend oder verabrede Dich jetzt gleich jetzt für nächste Woche.

 

Höre auf Dir was vorzumachen – erfinde keine Ausreden

Nehmen wir ein klassisches Beispiel: Private Termine.

Ich kann jetzt nicht frei machen. – Das Projekt ist zu wichtig. – Diesen Termin kann ich einfach nicht verschieben. das sind Aussagen, die ich auch von mir kenne.

Und weißt Du was? Das ist völlig okay.

Es gibt immer Phasen in denen ein Bereich wichtiger ist als der andere. Dennoch ist es eine Frage der grundlegenden Entscheidung, welchen Raum Du Deinen (privaten) Prioritäten gibst.

Besonders Selbstständige sind gut darin, private Termine sehr schnell aufzuschieben. 😉 Dabei sind sie auch um keine Ausrede verlegen. Die haben schließlich das Hauptargument immer im Gepäck:  “Mein Business ist mein Leben.”

Problemlos sprudeln die Ausreden aus ihnen heraus:

  • “Wenn ich mehr Zeit habe, dann gehe ich wieder zum Sport.”
  • “Wenn es nicht mehr so stressig ist, dann verabrede ich mich mit Freunden.”
  • “Wenn dieses Projekt geschafft ist, dann nehme ich mir frei.”

Das kann phasenweise richtig sein, bei den meisten ist es aber ein Dauerzustand. Es ist ihre permanente Ausrede warum sie gerade keine Zeit für etwas haben.

Wenn Du das von Dir kennst, dann tue Dir einen Gefallen: Höre auf Dich selbst zu belügen. Du fütterst nur Dein schlechtes Gewissen Dir und Anderen gegenüber.

 

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Das mit den Ausreden und Grundsatzentscheidungen ist tricky. Deshalb will ich es an einem einfachen Beispiel erklären:

Erinnerst Du Dich an Deine letzte Erkältung?

Ich meine nicht den Schnupfen, mit dem Du Dich trotzdem an den Schreibtisch geschleppt hast. (Ausgenommen natürlich Männerschnupfen 😉 )

Nein. Ich meine die Erkältung, die Dich mit Kopf- und Gliederschmerzen, Frösteln und Appetitlosigkeit für ein paar Tage außer Gefecht gesetzt hat.

In diesem Fall hat Dein Körper Dir die Entscheidung abgenommen und Dich ausgebremst. Plötzlich war es kein Problem Termine abzusagen. Deine oberste Priorität ist völlig klar. Du willst gesund werden.

Nicht immer kannst Du Dich vor einer Erkältung schützen. Dennoch kannst Du im Vorfeld z.B. durch ausreichend Schlaf/Erholung, Sport/Bewegung und gesunde Ernährung, Einiges tun, um Dein Immunsystem zu stärken. Das klappt in der Regel nur, wenn Du Dich bzw. Deine Gesundheit auf Prio 1 setzt. Isst Du vorwiegend ungesund, lässt Du Pausen weg oder schläfst Du schlecht, dann sind das  Anzeichen, dass Deine oberste Priorität woanders liegt.

 

Ist Dir etwas gerade nicht wichtig, dann sei ehrlich zu Dir selbst. Formuliere es genauso: „Es ist mir nicht wichtig.

In allen anderen Fällen entscheide Dich dafür! Das ist der erste Schritt, um Dir mehr Zeit zu verschaffen.

 

Mehr Zeit für das Wesentliche = mehr Lebensqualität

Im Alltag spulst Du vielleicht Deine Routine ab und denkst wenig über Deine grundsätzlichen Prioritäten nach. Das ist auch gar nicht weiter wild.

Leider erlebe ich jedoch viele die jeden Tag auf’s Neue ihre ToDo-Listen (!) nach dem Kriterium ‘dringend’ abarbeiten. Oft funktionieren meine Kunden nur noch. Sie tun was eben getan werden muss. Und sie müssen scheinbar sehr viel müssen. Machmal wissen sie gar nicht mehr genau was ihnen eigentlich wichtig ist. Dabei muss das Wesentliche zu kurz kommen. Unzufriedenheit keimt immer wieder auf.

Du kannst es anders machen, indem Du, wie ich es in meinem FOKUSCamp mache, erstmal für Dich klärst, woher der Wind weht.

Es ist doch so: ToDo-Listen schreiben, Zeitmanagemententechniken und Ziele setzen, kannst Du endlos. Ob das was Du da tust für Dich sinnvoll und zufriedenstellen ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Die für Dich richtigen Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen kannst Du nur, wenn Du weißt was Dir wirklich wichtig ist. Und das wird grundsätzlich von Deinen Werten beeinflusst. Klar, dass Du darüber nicht täglich nachdenkst. Ich möchte Dir ans Herz legen, es Dir grundlegend bewusst zu machen.

Dein Bauch hat sich schon längst entschieden, bevor Dein Kopf alle Fakten gelistet hat.

Für den Start probiere Folgendes:

Teile Deinen Alltag – Dein Leben – gedanklich in die unterschiedlichen Bereiche, wie hier auf dem Foto. Dann beantworte Dir die Fragen:

  • In welchem Bereich bin ich zufrieden (mit der Zeit die ich dort investiere)?
  • Für welchen Bereich möchte ich mehr Zeit haben und wieviel?
  • Für was möchte ich in diesem Bereich mehr Zeit investieren?

Ja sicher, das ist Denksport und braucht Ruhe. Dennoch hilft Dir das dabei, konkret zu benennen, wofür Du mehr Zeit haben möchtest und wie Du deine Prioritäten setzen willst.

 

mehr Zeit für das Wichtige im Leben_Fokuscamp

Bevor ich mit meinen Kunden daran arbeite, ziehe ich noch einen Joker, der regelmäßig für großes Schweigen sorgt:

 

Die Geschichte “Die Kieselsteine”

Eines Tages war ein alter Professor beauftragt, einer Gruppe von Geschäftsführern ein Ausbildungskurs in effizienter Zeitplanung zu geben. Dieser Kurs machte eine von fünf Einheiten eines Seminartages aus, daher hatte der Professor nur eine Stunde zur Verfügung um seine Botschaft zu vermitteln.

Aufrecht vor dieser Elitetruppe, die bereit war, alles aufzuschreiben, was der alte Professor sagte, schaute der Dozent einem nach dem anderen langsam in die Augen, um schließlich langsam anzukündigen: „Wir werden miteinander ein kleines Experiment machen.“

Der alte Professor stellte vorsichtig einen großen Glaskrug auf den Tisch und füllte ihn mit etwa einem Dutzend tennisballgroßer Steine, die er bedächtig in den Glaskrug setzte, bis der Krug randvoll war und darin kein Platz mehr war. Da erhob der alte Professor den Kopf: „Ist der Krug voll?“ fragte er. Alle antworteten: „Ja!“ Er wartete und frage nach: „Tatsächlich?“

Darauf bückte er sich, holte ein Gefäß mit Kieselsteinen hervor und füllte bedächtig den Glaskrug – rührte um – füllte nach – bis die Kieselsteine alle Lücken füllten.

Der alte Professor hob erneut den Kopf und frage: „Ist der Krug voll?“ Die Teilnehmer waren unruhig – einer antwortete „Wahrscheinlich nicht.“ – „Gut“, antwortete der Professor. Er neigte sich nach unten und holte diesmal einen Eimer mit Sand. Bedächtig goss er den Sand in den Glaskrug. Der Sand schickte sich an, die Räume zwischen den großen Steinen und dem Kies zu füllen.

Noch einmal frage der Professor: „Ist der Krug voll?“ – Ohne zu zögern, entgegneten alle Schüler „Nein!“ – „Gut.“ Gerade so als ob die hochgepriesenen Schüler eine Fortsetzung erwarteten, nahm der Professor eine Kanne mit Wasser und goss das Wasser in den Krug bis der Krug randvoll war. Nun erhob sich der Professor und frage die Gruppe: „Was will uns dieses Experiment sagen?“

Der mutigste unter den Zuhörern meine, in anbetracht des Kursthemas: „Es zeigt uns, dass wir sogar dann, wenn wir meinen, dass unser Kalender randvoll ist, noch weitere Termine vereinbaren und Dinge erledigen können, wenn wir es wirklich wollen.“

„Nein“, sagte der alte Professor – „Darum geht es nicht. Die große Wahrheit, die uns dieses Experiment zeigt, ist die folgende: Wenn wir nicht als Erstes die großen Steine in den Krug setzten, bringen wir die anderen Dinge nicht mehr hinein.“ Darauf erfolgte tiefes Schweigen, die Offensichtlichkeit seiner Worte leuchtete jedem ein.

mehr Zeit im Leben

„Was sind die großen Steine in Ihrem Leben?“, frage der Professor. „Gesundheit? – Familie? – Freunde? – Die Verwirklichung Ihrer Träume? – Tun, was Ihnen gefällt? Oder: Etwas ganz anders?“

„Nehmen Sie daraus mit, dass es wichtig ist, zuerst die großen Steine im Leben zu platzieren, sonst laufen wir Gefahr, erfolglos zu sein. Wenn wir den Nebensächlichkeiten den Vorrang geben, also etwa Kies, Sand und Wasser, dann füllen wir unser Leben damit auf, und am Ende fehlt uns die kostbare Zeit, um uns den wichtigen Aspekten unseres Leben zu widmen. Vergessen sie daher nicht die Frage:

Was sind die großen Steine in Ihrem Leben?“

[Quelle: Unbekannt]

6 Fragen die Du Dir stellen solltest, bevor Du Prioritäten setzt

Du bestimmst wie Du Deine Zeit nutzt. Indem absolut klar bist, was in Deinem Leben das Wesentliche ist,  entscheidest Du Dich leicht für richtigen Dinge. Du nimmst Dir automatisch mehr Zeit dafür.

Unter uns gesagt: Du und ich, wir kennen Situationen im Leben, da denken wir keine Sekunde mehr darüber nach, was gerade wirklich wichtig ist. Diese Situationen sind nicht unbedingt einfach, helfen aber ungemein, sich klar darüber zu werden, was wirklich wichtig ist. Stelle Dir diese Fragen, bevor Du Prioritäten setzt

  • Welches sind die wirklich wichtigen Dinge in Deinem Leben?
  • Haben diese einen festen Platz im Terminkalender?
  • Wer oder was sollte ganz oben auf Deine Liste stehen?
  • Wie viel Zeit nimmst Du Dir Dich selbst? Wann tust Du Dir etwas Gutes?
  • Wie viel Zeit nimmst Du Dir für Familie und Freunde?
  • Welchen Platz haben Deine Wünsche, Träume und Ziele?

 

 

Anke-Lambrecht

Hi, ich bin Anke Lambrecht

Unternehmer und Selbstständige unterstütze ich dabei, mit ihrem Business unvergleichlich zu bleiben, damit sie die Welt erobern können. Was ist Dein nächstes Abenteuer?

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