9 mentale Erfolgsbremsen und wie Du diese löst

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Legst Du Dich für Dein Business richtig ins Zeug, bist aber mit den Ergebnissen nicht zufrieden? Der Umsatz stimmt nicht. Die Kunden passen nicht. Oder an einer anderen Stelle hakt es.
Bevor Du Dich in weiteren Plänen verstrickst, prüfe: Vielleicht blockierst Du Dich selbst. Hier findest Du häufige mentale Erfolgsbremsen von Selbstständigen und die Alternativen.

Mentale Erfolgsbremsen wirken wie ungeschrieben Gesetzte. Sie verstecken sich in Deiner Einstellung darüber, 

  • wie Du bist und was Du kannst,
  • wie ein erfolgreiches Business zu sein hat und
  • wie das Leben funktioniert.

Diese Haltung bestimmt, wie entschlossen und überzeugt Du an deine Projekte gehst. Tricky daran ist, diese erst einmal zu erkennen, um dann die Bremse zu lösen. 

Damit Sie diese Selbst-Sabotage stoppen und Ihre Erfolgsbremsen lösen, schauen Sie als erstes auf Ihre gedankliche Bewertung und die Qualität Ihrer Selbstgespräche.

Mentale Erfolgsbremsen – Achte auf Deine Selbstgespräche 

Menschen, die vor sich her brummeln, wirken etwas verrückt. Aber hey, ich weiß, dass auch Du Selbstgespräche führst. Jeder führt sie.

Denken ist ein Selbstgespräch der Seele. [Plato]

Selbstgespräche sind sinnvoll. Dadurch setzen wir uns mit unseren Gefühlen, Wahrnehmungen und Überzeugungen auseinander. Sie helfen, die Gedanken zu sortieren oder uns etwas einzuprägen. Erinnere Dich an das Vokabellernen. Hast Du nicht auch die Kärtchen irgendwann beiseite gelegt und die Wörter vor Dir her gebrummelt?

Entscheidend für eine gewinnbringende Überzeugung ist, was Sie zu sich sagen:

Die andere Seite der Medaillie ist, dass diese Aussagen Ihr Selbstbild und damit die Überzeugung, was Sie erreichen können, prägen. Sind Ihre Selbstgespräche voller negativer Gedanken und Gefühlen, dann lernen Sie fleißig die Vokabeln für Ihren Misserfolg. Je stärker Ihre Gedanken, um das mögliche Versagen, kreisen, desto stärker fokussieren Sie sich auf dieses Ergebnis. Sie reagieren unsicher, zweifeln oder sind unzufrieden. Daraus wird ein „Gesetz“ und die selbsterfüllende Prophezeiung klopft an die Tür. Das ist bitter. Negative Erfahrungen kann niemand gebrauchen, also fesseln Sie sich emotional an einen Pflock, wie dieser kleine Elefant hier. 

Es sind nicht die Dinge oder Ereignisse an sich, die uns beunruhigen, sondern die Einstellungen und Meinungen, die wir zu den Dingen haben.“ (Epiktet)

Die Macht der Gedanken: Hokus Pokus?

Um Missverständnisse gleich aus dem Weg zu räumen: Es geht nicht um „Du musst nur fest daran glauben und dann stellt sich der Erfolg ein.“ Bewegen solltest Du sich schon. Nur in die richtige Richtung. Nach Norden zu laufen, um dort auf den Südpol zu treffen, wird auch mit einer felsenfesten Überzeugung eine bittere Enttäuschung.

Die Überzeugungen und Theorien, die jeder über die Welt hat, geben Sicherheit und Orientierung. Machmal führen sie uns auch auf einen Irrweg. In den Selbstgesprächen erkennst Du, ob Dich dieses Denken weiterbringt oder ausbremst.

Im Alltag benutzen wir etliche Redewendungen und kluge Sprüche. Abhängig von Deinen Erfahrungen, beflügeln Dich einige und andere lösen ein ungutes Gefühl aus. Mit jedem Wort sind Erinnerungen und Gefühle gespeichert. Wie die Macht der Gedanken funktioniert, dass kannst Du mit dieser Übung testen.

Auf dieses Erfahrungskonto zahlen schon früh die Botschaften der Lehrer oder Eltern ein:

Wer feiern kann, kann auch arbeiten.“

Von nichts kommt nichts“

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“

Die Erwachsenen waren damals die „Heiligen“. Sie kamen an das BonBon Glas auf dem Schrank, also müssen die ja schließlich wissen, wie die Welt funktioniert. Aus diesen gut gemeinten Ratschlägen und den Erfahrungen schärft sich Deine Überzeugung von dem was wahr und richtig ist und was eben nicht.

Entscheidend ist, wie Du das Wahrgenommene interpretierst.
Einige Botschaften waren damals hilfreich, sind es heute aber nicht mehr.

Es sind immer mehrere Sichtweisen möglich

Deine Grundhaltung bestimmt Dein Handeln. Sie verrät Dir einiges über Deine Erfolgsbremsen. Mache Dich auf die Suche:

  • Wann findest Du Gründe warum etwas nicht gut ist?
    – Alles hat zwei Seiten. Siehst Du auch die positiven Aspekte?

  • Siehst Du die Welt in schwarz-weiß?
    – Die Welt ist bunt. Welche Alternativen gibt es? 

  • Denkst Du oft nur in richtig und falsch?
    Zwischen richtig und falsch gibt es noch mehr. Etwas funktioniert, ist nützlich oder einfach nur anders.

Mentale Erfolgsbremsen, durch die Du Dein Ziel nicht erreichst

1. „Ich kann nicht verkaufen.“

Mit dieser Aussage hast Du eine denkbar ungünstige Haltung. Du wirkst nicht überzeugend und erwecken wenig Vertrauen.

Dahinter steckt vielleicht Folgendes:

Erstens: Dir fehlt die Überzeugung, dass Dein Angebot gut ist. Du zweifelst, an dem was Du geschaffen hast.

Zweitens: Du hast Angst abgelehnt zu werden. Das Gespräch mit einem potentiellen Kunden nimmst Du persönlich. Ein würde Dich treffen.

Völliger Quatsch!

“Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 g Gewicht. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das aber nicht und fliegt einfach trotzdem.”

Ja okay, die Berechnungen des Ingenieurs aus den 30ern, waren nicht ganz korrekt, aber die Metapher ist klar:
Vertrauen Deinen Fähigkeiten und in Deiner Leistung.

Wenn Du es nicht tust, warum sollen Dir dann Deine Kunden vertrauen?

Drittens: Du hast ein verquertes Bild vom Verkaufen.

Ich hatte früher ein völlig dunkles Bild eines Verkäufers. Ein Verkäufer war für mich jemand, der Kunden etwas aufdrängt, aufschwatzt und sie nervt bis sie völlig erschöpft ja sagen. Keine Ahnung woher das kam, aber eins wollte ich auf keinen Fall: So auf meine Kunden wirken.

Du sollst ja nicht irgendwelche Produkte unters Volk bringen, um eine Quote zu halten oder die Povision zu kassieren. Es ist Deine Firma und Deine Produkte oder Dienstleistungen. Da hast Du eine Menge Hirnschmalz und Liebe reingesteckt.

Ein Verkaufgespräch braucht vielleicht Vorbereitung und ein wenig Übung. Legst Du nicht los, dann wirst Du auch nicht besser.

Ein genialer Satz hat mir geholfen: „Nein gesagt hat er schon.“

Wenn ich das Gespräch nicht führe, das Angebot nicht liefere, ja dann bleibt es bei dem nein. In allen anderen Fällen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf ein ja.

2. „Ich bin zu klein. Für große Unternehmen ist das alles kein Problem.“

Damit schiebst Du Ausreden vor. Klagen, dass es andere leichter oder besser haben, sind zwecklos. Sie bringen Dich kein Stück weiter. Vergleiche sind unnötig.

Du machst Dich klein. Minderwertigkeit schwingt mit. Willst Du ernsthaft diesen Eindruck vermitteln?

Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.

Dalai Lama

Setze stattdessen Deine die Vorteile in Szene:

Beispiele gefällig:

  • Du bist flexibel und kannst schneller auf Kunden und Veränderungen reagieren.
  • Du bist näher an Deinen Kunden, kannst schneller Vertrauen aufbauen und punktest im persönlichen Kontakt.
  • Lange Entscheidungswege und bürokratische Hürden sind kein Thema für Dich.

Welche Vorteile fallen Dir noch ein?

3. Das habe ich schon immer so gemacht.

Bloß nichts verändern?Damit verschließt Du die Augen vor neuen Möglichkeiten. Diese Haltung ist eine Garantie für Stillstand. Stillstand ist das Ende.

Selbst, wenn Du etwas bisher so gemacht hast: Bringt Dich das heute weiter?

4. Das funktioniert in meinem Business nicht.

Wer sagt das? Hast Du es probiert?

2010 habe ich Leistungspakete entwickelt und Webinare gegeben. Kein Coach oder Trainer, den ich kannte, hat etwas ähnliches angeboten. Das hat mich irritiert und ich dachte okay, dass funktioniert wohl nicht. Also habe ich beides zurückgestellt. Heute weiß ich: Ich hätte einfach nur dabei bleiben sollen.

Wenn wir mit unserem Business etwas bewegen wollen, dann funktioniert das nicht mit Mainstream. Unvergleichlich sein heißt neue Pfade treten. Dort, wo vorher noch niemand war. Ja, klar braucht das Hirnschmalz. Es braucht auch Kreativität. Lasse Deine Phantasie spielen.

  • Wie müsste es sein, damit es bei Dir funktioniert?
  • Was kannst Du tun, was bisher kein anderer tut?

5. Selbstständig heißt selbst und ständig

Kaum zu glauben, aber dieser Satz hält sich hartnäckig. “Ich muss dies und jenes…” Damit geißelst Du Dich. Dein Business ist wie eine Kette am Bein. Sie stemmt und nimmt Dir Freiraum. Da läuft etwas falsch. Dadurch entsteht Druck. Dieser Druck erzeugt unnötig Stress und der bremst Dich.

Hast Du Dir Dein eigenes Hamsterrad geschaffen oder ein eigenes Business aufgebaut?

  • Wie kannst Du Dir Deinen Alltag leichter machen?
  • Was macht Dir keinen Spaß? Lasse es weg oder lagere es aus.

6. Es ist nicht möglich passende Mitarbeiter, Partner etc. zu finden

Die einen suchen das halbe Leben, bis sie den richtigen Partner gefunden haben, die anderen waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und wieder andere lassen sich finden.

Vielleicht hinkt die Metapher ein wenig, doch Mitarbeiter sollten Sie ähnlich wie einen Partner auswählen. Es sind sicher andere Kriterien ;), aber die Werte Deiner Firma sollten Sie mindestens vertreten und diese stehen in keinem Zeugnis. Mitarbeiter, die zu Ihnen und Ihrem Business passen, sollten gut ausgewählt sein.

An die Tür klopfen werden sie nicht. Die Zeiten sind vorbei.

Also werden Sie sich klar darüber:

  • Was heißt passend?
  • Wie müssen die Mitarbeiter sein?
  • Was müssen sie können?
  • Warum sollten sie mit Ihnen arbeiten?

Und dann bewerben Sie sich doch einfach mal bei den potentiellen Mitarbeitern. 🙂

7. Ich kann mir das nicht leisten.

Da ist wieder, die Absolution. Damit erstickst Du alle Möglichkeiten im Keim. Dein Fokus ist darauf ausgerichtet, was nicht geht.

Oder meintest Du:

Die Sache ist Dir nicht viel wert?
Sie sind es sich nicht wert?
Wer nicht in sich und sein Business investiert, der kann auch nicht ernten.

Stattdessen überlegen Dir

  • Können Sie sich leisten, es sich nicht zu leisten? Denken Sie vorausschauender. Was bringt in die Investition in einem Monat oder einem halben Jahr?
  • Was wird einfacher, leichter, besser dadruch?
  • Ihnen ist die Sache wichtig, dann überlegen Sie sich, wie Sie das Geld dafür aufbringen.
  • Sie sind noch nicht ganz sicher, ob sich das Ganze rentiert: Welche Infos brauchen Sie noch? Tauschen Sie sich vielleicht im Netzwerk aus.

8. Das kann ich nicht.

Wenn Sie meinen, dass Sie es nicht können wollen, dann formulieren Sie es so.

Für die anderen Fälle:

Glauben Sie daran, dass Sie das schaffen, was Sie sich vorgenommen haben.

Formulieren Sie es offen:

  • Sie können es noch nicht.
  • Sie werden es lernen.

9. Ich habe keine Wahl, daran kann ich nichts ändern.

Hui. Hier begeben Sie sich in eine „Opferhaltung“, in dem Sie andere Menschen oder Situationen verantwortlich machen. Das löst ein Gefühl von Fremdbestimmung aus und das ist kontraproduktiv für Ihre Ziele.

Fokussieren Sie sich auf die Lösung: Sie kennen das: Zu jeder Zeit haben Sie 3 Möglichkeiten:

  1. love it – Können Sie die Situation annhemen, wie Sie ist? Ja/Nein → Bei nein, nächste Stufe
  2. change it → Wie müsste es sein? Was können Sie ändern, verbessern? Nichts? → dann nächste Stufe
  3. leave it → Dann befreien Sie sich aus dem Konstrukt. → geht nicht, dann wieder zur ersten Stufe

Glaube nicht alles, was Du denkst

Einige Denkmuster hindern Sie daran, Ihre Ziele zu erreichen. Den eigenen Erfolgsbremsen auf die Spur zu kommen ist manchmal gar nicht so einfach. Ich arbeite heute noch an hartnäckigen Bremsen. In dem Sie Ihre Selbstgespräche beobachten können Sie prüfen, welche Gesetze Sie sich auferlegt haben.
Gleichen Sie Ihre Überzeugung mit Ihren Erfahrungen ab, finden Sie heraus wo Ihre Stärken und konzentrieren Sie sich auf Ihre Erfolge.

Welche typischen Erfolgsbremsen kennen Sie?
Schreiben Sie mir einen Kommentar, mit welcher Strategie Sie diese gelöst haben.

Am Business arbeiten: Schiebst Du zu viele “Ich müsste mal…” und “Wenn ich Zeit habe, dann…” Projekte vor Dir her?

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