Leistungskurve nutzen produktiv arbeiten

Wie Du Deine persönliche Leistungskurve nutzt, um produktiver zu arbeiten

Deine persönliche Leistungskurve schwankt über den Tag, dass ist ganz natürlich. Nutzt Du Deine  Leistungskurve für Deine Planung, dann kannst Du Dich besser konzentrieren. Wie Du Deine ToDo-Liste schneller schrumpfen lässt und die wichtigsten Aufgaben zur richtigen Tageszeit bearbeitest, dass weißt Du gleich.

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder doch nicht?

Vergiß das Gerücht: “Frühaufsteher sind die erfolgreicheren Menschen.” Wann Du zur Höchstform aufläufst, dass bestimmt auch Dein innerer Rhythmus.

Du hast sicher schon von den Chronotypen Eule und Lerche gehört.
Bist Du der Typ Eule, dann ist Dein innerer Tag länger. Abends kannst Du wunderbar arbeiten.
Als Lerche ist Dein innerer Tag kürzer. Heißt, Du bist  früher fertig mit der Erholung und springst 5:00 Uhr putz munter aus dem Federn. Dann gibt es noch die „Normaltypen“, die zur Mehrheit gehören. Jetzt musst Du Dich nicht zwanghaft einem Typ zu ordnen. Viel interessanter ist, dass Du überhaupt wahrnimmst wie Deine innere Uhr tickt.

Ein Tipp am Rand: Die Beleuchtung an Deinem Arbeitsplatz beeinflusst Deine Leistungskurve.
Je heller Dein Arbeitsplatz ist, desto wacher sind bist. Die natürliche Sonnenstrahlung hat etwa 300 000 Lux, der bedeckte Himmel 8000 Lux. Ein künstlich beleuchtetes Büro liegt im Schnitt nur bei 500 -1000 Lux. Das widerspricht dem Biorhythmus. Kurzfristig ist das kein Problem, aber dauerhaft muss sich Deine innere Uhr stetig neu justieren. Sorge also auch dafür, dass Dein Büro gut beleuchtet ist.

 

Die persönliche Leistungskurve ermitteln

 

Leistung bringst Du nur, wenn Du Energie hast. So viel ist klar. Die geistige Frische ist Deine Basis, um produktiv zu arbeiten. Diese verläuft in Kurven. Jeder hat täglich seinen Hoch- und einen Tiefpunkt. Wie bei vielen Menschen, wird Dein Leistungshöhepunkt am Vormittag sein. Dann erlebst Du mittags das bekannte Tief und am Nachmittag drehst Du nochmal auf. Ab dann sinkt Deine persönliche Leistungskurve weiter.

 

persönliche Leistungskurve

Für Deine Tagesplanung sind diese Zeitspannen noch zu lang. Werde deshlab konkret:

Wann genau ist Dein Hochpunkt; wann ist Dein Leistungstief ?

Ich kann wunderbar 6:00 Uhr morgens arbeiten. Über die Jahre habe ich festgestellt, dass ich zwischen 10:00 und 11:00 Uhr nicht so fit bin. Nachmittags, gegen 15:30 Uhr habe ich wieder ein Tief und ab 18:00 Uhr bekomme ich nochmal richtig Schwung.

 

Das Leistungshoch richtig nutzen

 

Wenn ich mich morgens fit und frisch ausgeruht an meine Emails setze, dann ist das Perlen vor die Säue. Meine Energie geht für das stupide Abarbeiten der Emails drauf. Clever ist es doch, dieses Leistungshoch für Aufgaben zu nutzen, in denen ich konzentriert sein muss (A-Aufgaben). Dann arbeite ich zum Beispiel an strategischen Planungen oder entwickle Konzepte.
Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Nur weil ich zwischen 10:00 und 11:00 Uhr geistig nicht zur Höchstform auflaufe, bin ich nicht im Tiefschlaf. 🙂 Den Vormittag nutze ich außerdem dringliche und wichtige Aufgaben, wie Telefonate, Videoaufnahmen oder auch Artikel schreiben.

 

Das Mittagstief überwinden

Die Mittagszeit ist Routinezeit. Ich beantworte den größten Schwung meiner Emails oder kümmere mich um organisatorische Dinge. Ohnehin raubt das Verdauungssystem hier einen großen Teil der Energie. Daher auch das Mittagstief. Also beanspruche Deinen meinen Körper nicht unnötig und lass ihn tun, was er zu tun hat.

Dabei kannst Du  Deinen Körper mit einer kurzen Pause unterstützen. Ich gönne mir regelmäßig ein Powernapping. Probieren es aus. Ja, das kann zu Anfang ungewohnt sein, doch es wirkt Wunder. Nach maximal 20 Minuten Auszeit (länger sollte es nicht sein) fühlst Du Dich erholt. Dein Kopf ist wieder frisch. Die Ausrede „Ich kann das nicht“ – zählt nicht. Es ist Übungssache.
Ich hatte einen Kunden, der scheute sich das Powernapping zu nutzen, weil seine Kollegen komisch gucken könnten. Mittlerweile stellt er regelmäßig die Lehne seines Schreibtischstuhls zurück, legt die Füße auf den Rollcontainer und ist für ein paar Minuten weg. Seine Kollegen haben sich daran gewöhnt und einige machen es ihm sogar nach.

 

B-Aufgaben in den Nachmittag legen

 

Der Nachmittag ist ideal für Aufgaben die laufende Projekte betreffen: Recherche, Grobentwürfe, Vorbereitungen von Präsentationen etc. Da meine Kurve gegen 15:30 Uhr in den Keller fällt nehme ich mir hier wieder eine Pause; es sei denn ich habe gerade einen Kundentermin, aber da gibt es ja auch Kaffeepausen. 🙂

Den Schub am Abend nutze ich für einen Motivationkick. Die ToDo-Liste streiche ich freudig ab oder kontrolliere in meiner App, ob ich alles als erledigt markiert habe. Hin und weder gehe ich dann nochmal in die Vollen. Aber das liegt an meinem Rhythmus.

 

Dem Kopf regelmäßig Pausen gönnen

 

Du hast sicher schon von dem 90 Minuten Rhythmus gehört. Für 70 Minuten fällt es Deinem Gehirn leicht, die konzentriert zu bleiben. (Meinem im Übrigen auch :)) Danach sinkt die Aufmerksamkeitsspanne und die Energiereserven müssen wieder aufgefüllt werden.

Theoretisch braucht das Gehirn alle 70 Minuten 20 Minuten eine Pause.

Jetzt lassen wir Wissenschaft mal Wissenschaft sein.

Diese Zeitspanne kannst Du nutzen, in dem Du Dir Aufgabenblöcke genau in diesem Rhythmus einplanst.

Grundsätzlich solltest dennoch darauf achten, dass Du Dir am Tag mehrmals eine kurze Pause gönnst. Übergehe diese Regenerationszeit nicht mit Kaffee, weil scheinbar alles andere wichtiger ist.

 

Pausen müssen nicht lang sein, sondern erholsam!

 

Ohne schlechtes Gewissen eine Pause zu machen? Oft quälen sich Kunden mit dem Gedanken, dass sie durch Pausen wertvolle Zeit verlieren.

Oft ist das Gegenteil der Fall: Je weniger Pausen Du einlegst, desto weiter sinkt Deine Fähigkeit Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Es schleichen sich Fehler ein. Du wirst langsamer usw.

Siehst Du Pausen auch noch als Zeitverschwendung, dann ist umdenken angesagt.
Du kannst Deinen Körper nicht überlisten.

Pausen einlegen ist wie zur Tankstelle fahren. Blinkt das gelbe Lämpchen auf, dann fährst Du automatisch zur Zapfsäule.

Wenige Minuten Pause genügen oft schon. Es ist sinnlos, sich der Illusion hinzugeben, dass Du ohne Energie mit Vollgas unterwegs sein kannst. Der Trick ist: Finde heraus, wann Dein gelbes Lämpchen aufblinkt. Woran merkst Du, dass es Zeit ist eine Pause einzulegen.

 

Eine Zusammenfassung bekommst Du in diesem Video aus der Webinar Sommer Lounge 2016:

Arbeite nicht gegen Deinen Körper, sondern mit ihm. Nutze Deine persönliche Leistungskurve  und setze Deine Energie zielgerichtet ein.
Du merkst schnell, dass Du produktiver bist und Dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst.

Eule oder Lerche: Wie verläuft Deine persönliche Leistungskurve?

 

Beitrag zu letzt bearbeitet: Mai 2018

Bildquellen: Unsplash.com

 

Anke Lambrecht

Anke Lambrecht

ein geborenes Ostseekind. Mehr über mich, erfährst Du hier.
Ich bin überzeugt, dass jeder Unternehmer sein unvergleichliches Business schaffen kann. Auf dem Weg braucht es Mut und einen klaren Fokus. Deshalb unterstütze ich Unternehmer dabei jeden Tag ein Stück ihrer Vision umzusetzen und sich im Dschungel der Möglichkeiten zu orientieren.
Bleib unvergleichlich! Hier gibt es Quickietipps dazu.

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