3 Gründe für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement

Unabhängig von Größe und Branchenzugehörigkeit sind seit 2004 alle Unternehmen verpflichtet ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durchzuführen.
Ein Betriebliches Eingliederungsmanagement kommt in Frage sobald ein Beschäftigter innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist.

Dies wurde von vielen Unternehmen zu Beginn kritisch betrachtet. Stellt es im Alltag scheinbar eine zusätzlich auferlegte Pflicht dar. Doch in der Praxis haben viele Unternehmen verstanden, dass betriebliches (Wieder-)Eingliederungsmanagement (BEM) eine sinnvolle Investition in die Zukunft ist.

Das Eingliederungsmanagement zielt darauf ab, die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit von betroffenen Arbeitnehmern möglichst schnell wiederherzustellen und auch dauerhaft zu sichern. Davon profitieren jedoch nicht nur die Arbeitnehmer. Auch Sie als Arbeitgeber haben dadurch viel Vorteile.

 

1. Betriebliches Eingliederungsmanagement spart Kosten

Wenn Mitarbeiter wiederholt oder länger krankheitsbedingt ausfallen entstehen für Ihr Unternehmen erhebliche finanzielle Belastungen. Darunter fallen z.B. die Kosten der Lohnfortzahlung, Überstundenvergütungen, Kosten für Leiharbeiter und entstandene Kosten durch Produktionsausfälle.

Die anfallenden zusätzlichen Kosten belaufen sich durchschnittlich zwischen 400 und 500 EUR pro Arbeitsunfähigkeitstag.

Mit einem effektiven BEM können Sie diese Belastungen erheblich reduzieren. Durch die daraus resultierenden Maßnahmen können betroffene Mitarbeiter schneller und umfassender in den Arbeitsprozess integriert werden.

Hier können Sie sich den Forschungsbericht des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) als PDF herunterladen.

 

2. Betriebliches Eingliederungsmanagement steigert Ihre Attraktivität als Arbeitgeber

Rüsten Sie sich für den Fachkräftemangel: Wenn Sie sich mit Ihrem Unternehmen, für die Gesundheit Ihrer Belegschaft einsetzen, sichern Sie nicht nur das Know-how Ihrer erfahrenen Arbeitskräfte. Gleichzeitig stärken Sie auch Ihr Image und positionieren sich als attraktiver Arbeitgeber. Selbst wenn sich dieser Aspekt nicht sofort in Ihren Zahlen widerspiegelt so ist der Imagegewinn vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels nicht zu vernachlässigen.

Ihr Engagement spricht sich herum. Von Ihrer Belegschaft wird es positiv wahrgenommen und steigert die Arbeitszufriedenheit und Motivation.

Untermauert wird dieser Aspekt durch eine Repräsentativbefragung der Initiative Gesundheit & Arbeit (iga): Mehr als 60 % der Arbeitnehmer stimmten in der bislang letzten Erhebung (2010) der Aussage zu, dass sich ihr Unternehmen um ihre Gesundheit kümmert. Das sind gute Argumente für Arbeitgeber im Wettbewerb um begehrte Fach- und Führungskräfte.

Laden Sie sich hier den iga Report 21 als PDF.

 

3. Betriebliches Eingliederungsmanagement macht Sie stärker für den demographischen Wandel

Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter sinkt bis 2030 um mehr als 7 Mio. (lt. statistischem Bundesamt). Etwa 2024 werden ca. 40 % aller Menschen im erwerbsfähigen Alter älter als 50 Jahre sein. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen hat sich seit 2000 von 37,5 auf knapp 60 % erhöht (Aktuelle Zahlen des BMAS)

Stellen Sie sich also auf einen schrumpfenden Arbeitsmarkt ein. Sie werden in Zukunft auf ältere Mitarbeiter zurückgreifen müssen.

In Folge dessen ist es für Sie als Arbeitgeber immer bedeutsamer, dass Sie in die Beschäftigungsfähigkeit Mitarbeiter investieren und das auch oder gerade in die Ihrer älteren Belegschaft.

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