Wer fragt der führt: Wie Sie sich mit den richtigen Fragen Stress ersparen.

Sie stecken bis über beide Ohren im Feintuning eines neuen Produktes. Das Telefon klingelt. Der Anrufer bittet Sie um eine Präsentation zum aktuellen Projektstatus. Gedanklich hängen Sie noch an Ihrem Konzept. Schnell greifen Sie ein Stück Papier und kritzeln darauf die Wünsche des Kunden. Noch bevor Sie auflegen rattern Ihre Gedanken. Ihnen wird klar, dass Ihnen diese Präsentation locker 5 Stunden Zeit abverlangt. Ihnen stockt der Atem: „Wann das denn noch?“ Gerade jetzt haben Sie damit nicht gerechnet. Die Präsentation hatten Sie erst in 14 Tagen eingeplant. Wild stapeln Sie Unterlagen von A nach B.  Das neue Produkt soll in 10 Tagen live gehen. Ihr Kopf raucht. Sie kramen ein paar Motivationsbrocken aus der Tasche: „Das wird schon. Dann arbeite ich mal wieder länger. Danach gönne ich mir einen freien Tag.“  So recht will sich keine Gelassenheit einstellen. Im Gegenteil: Der Druck wird stärker. Sie durchforsten Ihren Kalender vergeblich nach möglichen Zeitfenstern.

Druck, Zweifel, Stress vs. Fakten

Ist die Situation wirklich so wie Sie annehmen?

Ja klar, hat der doch gesagt. Der Kunde will die Präsentation. Kunde ist König, also wollen Sie liefern. Dagegen ist nichts einzuwenden, doch ist die Hektik und der Druck in einer solchen Situation tatsächlich begründet?

Platzt ein unvorhergesehener Auftrag in Ihre Zeitplanung, dann kann das stressig werden:

  • Sie wollen den Kunden nicht verärgern.
  • Bei Ihnen haben Kundenwünsche Vorrang.
  • Sie halten was Sie zusagen.
  • Ihr Servicegedanke steht an oberster Stelle.

Alles gut und schön, doch zu welchem Preis?
Alles hat zwei Seiten. Sie haben immer mehrere Möglichkeiten.

Manchmal liegt die Lösung so nah, aber Sie erkennen diese nicht gleich. Mit den richtigen Fragen kommen Sie einen Schritt weiter.

 

Aufruhr im Wald – Stellen Sie die richtige Frage. 

 

Große Aufruhr herrscht im Wald! Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste! Alle Tiere fragen sich, wer wohl auf der Liste stünde. Als erstes fasst der Hirsch allen Mut zusammen, geht zum Bären und fragt: „Sag’ mal Bär, stehe ich auf deiner Todesliste?“ „Ja“, antwortet der Bär, „Du stehst drauf!“ Voller Angst dreht sich der Hirsch um – und siehe da, zwei Tage später wird der Hirsch tot im Wald gefunden.

Die Angst bei den Waldbewohnern wird immer größer! Die Gerüchteküche brodelt. Der Keiler ist der nächste, der sich ein Herz fasst. Er geht zum Bären und fragt: „Hey, stehe ich etwa auch auf der Todesliste?“ – „Na klar, du stehst auch auf der Todesliste!“ Verängstigt läuft der Keiler davon; am nächsten Tag wird er tot aufgefunden.

Nun bricht Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur der Hase traut sich noch. Völlig verängstigt geht er zum Bären und fragt: „Steh‘ auch ich auf deiner Liste?“, und der Bär antwortet: „Natürlich stehst du auch auf der Liste.“ – „Sag mal, Bär, kannst du mich streichen?“ Worauf der Bär brummt: „Na klar, kein Problem!“

Die Moral von der Geschichte?

Bevor Sie sich den Kopf zerbrechen und Ihre Gedanken unnötige Szenarien kreieren, betrachten Sie die Fakten. Stellen Sie die richtigen Fragen:

Hat der Anrufer konkret gesagt bis wann er die Präsentation benötigt?

Haben Sie danach gefragt?

Haben Sie Ihren nächst möglichen Liefertermin genannt oder um Aufschub gebeten?

 

Sprechenden Menschen kann geholfen werden!

Nur weil der Kunde heute bei Ihnen anfragt heißt das nicht, dass Sie sofort liefern müssen. Selbst wenn der Kunde ein genaues Datum nennt, heißt das nicht, dass in seiner Planung kein Aufschub möglich ist. Auch dann, wenn der Kunde den Eindruck vermittelt, dass sein Anliegen sehr dringend ist (Wollen doch fast alle am Besten gestern eine Lösung :)), heißt das nicht, dass Sie Ihren Zeitplan über Bord werfen müssen.

Fragen Sie konkret nach. Glauben Sie nicht, die Antwort schon zu kennen. Anstatt sich unter Druck zu setzen und gestresst ein Anliegen zu bearbeiten, bitten Sie um mehr Zeit. In wenigen Fällen ernten Sie ein nein. Öfter als erwartet wird Ihr Gegenüber Verständnis aufbringen.

Fragen Sie Ihr Gegenüber einfach.

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